Mit Blick in die Zukunft

Sauberes, hygienisches und einwandfreies Trinkwasser ist ein lebensnotwendiges Gut. Aus diesem Kontext heraus entsteht ein neuer Hochbehälter in Gottmannshofen. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Zufrieden mit dem Baufortschritt des Hochbehälters im Wertinger Ortsteil Gottmannshofen sind sowohl die Stadt Wertingen als auch das leitende Ingenieurbüro. Bereits jetzt zeichnen sich deutlich die Ausmaße des Projekts an. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Bau Ende des Jahres fertiggestellt. Danach werden die maschinentechnischen Ausrüstungen und die beiden Edelstahltanks installiert.

Mit dem Hochbehälter wird auch in Zukunft eine saubere, hygienische und einwandfreie Wasserversorgung der Wertinger Ortsteile Blienbach, Gottmannshofen und Reatshofen sichergestellt. Für den Neubau der Anlage hatte der Stadtrat mit großer Mehrheit votiert.
Untersuchungen eines Augsburger Ingenieurbüros hatten nämlich ergeben, dass der bisherige Hochbehälter im Süden von Gottmannshofen nicht mehr zeitgemäß ist. Die mittlerweile baufällige Gebäudesubstanz der alten Anlage geht noch auf Mitte der 1960er-Jahre zurück. So wurde unter anderem ein zu geringes Speichervolumen festgestellt. Darüber hinaus reicht das damals ermittelte Wasservolumen von je 250 Kubikmeter pro Becken für die heutigen Ist-Stand nicht mehr aus.

Höhere Förderleistung

Derzeit findet dort ein frequenzgeregelter Einzel- und Parallelbetrieb mit einer Förderleistung von 7,5 Litern pro Sekunde statt. Die maximal mögliche Fördermenge liegt bei 10,4 Liter pro Sekunde mit einem Wirkungsgrad von 50 Prozent. Zukünftig ist die maximale Förderleistung höher. Sie beträgt dann circa 9,7 Liter pro Sekunde je Pumpe im Einzelbetrieb mit einem Wirkungsgrad von 53 Prozent.

Gut aufgestellte Wasserversorgung

Ein Blick auf die Wasserversorgung der Stadt Wertingen: Das Wasserwerk für die Stadt mit den Stadtteilen Bliensbach, Geratshofen, Gottmannshofen und Reatshofen beliefert rund 7.000 Menschen mit circa 550.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.
Mittlerweile hat die Stadt zwei Brunnen mit rund zwölf Meter Tiefe und eine Versorgungsleitung zum Maschinenhaus gebaut. Dort wird das Wasser zusammen mit dem Tiefgrundwasser aus dem Brunnen 3 gemischt und von Eisen und Mangan über eine Filteranlage befreit. Vom Maschinenhaus wird es über Förderpumpen zum Hochbehälter Wertingen in das Stadtgebiet und zum Stadtteil Geratshofen über eine Verbindungsleitung gefördert.
Mit einem Hebepumpwerk gelangt das Wasser von Geratshofen zum Hochbehälter Gottmannshofen. Von dort steht Trinkwasser auch für Gottmannshofen, Reatshofen und Bliensbach zur Verfügung.
Die anderen Stadtteile - Hettlingen, Hirschbach, Hohenreichen, Possenried, Prettelshofen und Rieblingen - werden durch den Zweckverband zur Wasserversorgung der Kugelberggruppe versorgt

Rund 1,45 Millionen Euro Baukosten

Der jetzige Neubau des Gottmannshofer Hochbehälters umfasst zwei Edelstahlbehälter mit einem Volumen von je 450 Kubikmetern. Die Einhausung besteht aus Stahlbeton und erhält eine hinter lüftete Holzfassade. Die Abmessungen belaufen sich nach Fertigstellung auf 24 Meter Länge und rund 12,4 Meter Breite. Die Höhe beträgt 11,50 Meter. Das Projekt wird mit rund 1,45 Millionen Euro veranschlagt. (spr)
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