Motto: sorglos daheim

Minister Markus Söder (rechts) und der Vorsitzende der Bayerischen Landesstiftung, Josef Miller (links), überreichten Hans-Josef Berchtold und Gabriele Hanisch von der Seniorengemeinschaft Wertingen den Bayerischen Sozialpreis. Foto: privat

AUSZEICHNUNG / Minister Markus Söder überreicht der Seniorengemeinschaft Wertingen für ihr besonderes bürgerschaftliches Engagement den Bayerischen Sozialpreis 2015.

Die Seniorengemeinschaft Wertingen (SGW) leistet engagierten Einsatz für das Gemeinwohl. Konkret: Sie unterstützt ältere Menschen in ihrem Zuhause, damit diese selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Diese beispielhafte Eigeninitiative hat auch die Bayerische Landesstiftung erkannt und die SGW mit dem Sozialpreis 2015 ausgezeichnet (wir berichteten). Jetzt fand die offizielle Überreichung im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses statt.
Laudator war der Minister für Landesentwicklung und Heimat, Markus Söder.
Er dankte dem Preisträger für dessen „vorbildliches und unermüdliches Wirken zum Wohl der Allgemeinheit“. Die Seniorengemeinschaft biete für ältere Bürger ab 65 Jahren in Wertingen und den dazugehörigen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft - Binswangen, Laugna, Villenbach und Zusamaltheim - Hilfsdienste an, um möglichst lange ein eigenständiges Leben zu ermöglichen, so Söder. Das Projekt stehe unter dem Motto „Sorglos daheim“.
Seit der Errichtung der Bayerischen Landesstiftung im Jahr 1972 wurden Zuschüsse für mehr als 9000 Projekte bewilligt. Sie erhielten ein Gesamtfördervolumen von rund 590 Millionen Euro. Die Stiftung stellt somit eine wichtige Säule der Förderung von kulturellem und sozialem Engagement in Bayern dar.

Breites Spektrum von Dienstleistungen

Die Seniorengemeinschaft Wertingen wurde 2013 aus der Taufe gehoben. Die Initiative unter dem Vorsitzenden Hans-Josef Berchtold präsentiert ein breites Spektrum von Dienstleistungen an. Dabei konzentriert sie sich auf Angebote, die keine altenpflegerische Ausbildung erfordern. Die Palette umfasst häusliche Hilfsdienste wie Wohnungs- und Hausreinigung, Wäschepflege und handwerkliche Kleinhilfen, Fahrservice wie Übernahme von Behördengängen, Fahrdienste zu Terminen und Einkaufsbegleitung, aber auch Betreuungsdienste und Vermittlungen.
Die Bürgerschaftshilfe funktioniert mit einem speziellen „Zeit-Wert-Prinzip“. Gleichzeitig legt sie großen Wert auf eine gezielte Vernetzung mit allen in der Stadt ansässigen sozialen Einrichtungen zum sogenannten „Sozialen Netzwerk Wertingen“.
Die SGW arbeitet selbstlos und ohne Gewinnabsichten. Geführt wird sie von einem ehrenamtlichen Vorstand und unterstützt durch eine professionelle Geschäftsstelle.

Antwort auf demografischen Wandel

So sei der Verein in kürzester Zeit auf über 200 Mitglieder angewachsen, freute sich Markus Söder. „Das bestätigt den großen Bedarf für eine solche Einrichtung.“ Der Minister sah damit auch „eine Antwort auf den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft“. (spr)
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