Musikschule Wertingen: Ein ganz besonderes Konzert

Zum Abschluss des sehr gelungen Konzertes unter dem Motto „Drum ’n’ Bass“ stellten sich v. l. Fabian Heichele, Karolina Wörle, Michael Ahne, Felix Birnbaum und Musikdirektor Manfred-Andreas Lipp zum Erinnerungsfoto.

In lockerer Folge veranstaltet die Musikschule Wertingen Konzerte mit besonderen Programmen und besonderen Künstlern.


Am Sonntag gastierten dazu in der evangelischen Bethlehem-Kirche Michael Ahne (Perkussion) und Fabian Heichele (Tuba) und wer sich vorher gedacht hatte, wie das zusammen geht, der wurde angenehm überrascht. Das Repertoire aus Originalwerken ist überschaubar und deshalb hatten die Künstler auch Eigenarrangements und Eigenkompositionen dabei. Fulminant die Eröffnung von Michael Ahne auf der „Snare Drum“, seinem Lieblingsinstrument, beim Vortrag von Arnold Riedhammers „Challenge“. Das Originalwerk „Duett op. 79“ von Andreas Aigmüller für Tuba und Marimba/Vibraphon war dann bereits ein erster Höhepunkt, bei dem sich die Künstler in ihren typischen Funktionen, wie in einem Dialog, auf geniale Weise „unterhielten“ und „Leicht beschwingt“ im 1. Satz und deklamierend in „Ballade“ dem 2. Satz das ungewöhnliche Klangbild für die Zuhörer zum Erlebnis werden ließen.

Originalwerke und Eigenkompositionen

Für Fabian Heichele war das Konzert eine Plattform auf vielen Ebenen. In dem Werk „Flamenco“ war er nicht nur Solist sondern auch der Komponist und im Verlauf des Konzertes, stellte sich zum Vergnügen des zahlreichen Publikums heraus, dass er ein ausgesprochen talentierter Entertainer, Moderator, Schauspieler und Humorist sein kann, der bei Musikvermittlung einen Preis verdient hätte. Das Werk „Zephyr“ war dann für Vibraphon und 5 Oktaven umfassende Marimba und so konnte der spezielle Gast Felix Birnbaum, Studienkollege von Michael Ahne, sein außerordentliches Können am Marimbaphon und seine Fähigkeit sich nahtlos zu integrieren unter Beweis stellen. Nach der Pause erklangen Werke von Tomaso Albinoni (Oboenkonzert auf Tuba und Marimba), Camille Saint Saëns (Schwan aus Karneval der Tiere für Tuba und Vibraphon), Fritz Kreisler (Liebesleid-Liebesfreud für Tuba Marimba/Vibraphon) und als Zugabe Montis „Czardas“ für Tuba und diverse Mallets.

Ausdruckskraft von Membranophonen

Seinen musikalischen Humor und extreme Spieltechniken stellte Fabian Heichele in „Blackbird“, in Anlehnung an einen Beatles-Song, auf unvergleichliche Weise vor und erinnerte an den Kontrabass des Patrick Süsskind. Feinmotorik und die Ausdruckskraft von Membranophonen brachte bei „extremly urgent“ von Wolfram Winkel Michael Ahne dem begeisterten, staunenden Publikum eindrucksvoll näher. Musikdirektor Manfred-Andreas Lipp freute sich über viele Ehrengäste, zahlreichen Besuch in seiner Begrüßung und in seinen Dankesworten am Schluss für das „Ganz besondere Konzert“. Die Künstler lobten die Gastfreundschaft, das phantastische Wertinger Publikum und die Leistung von Karolina Wörle bei der organisatorischen Umsetzung der Veranstaltung.
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