Neue Feldgeschworene gesucht

Die Anzahl der Feldgeschworenen geht stetig zurück. Deshalb sucht die Stadt neue Amtsinhaber.

Feldgeschworene wirken bei der Abmarkung von Grenzen mit, achten auf die Erhaltung der Grenzzeichen, überwachen den Zustand derselben und nehmen Grenzbegehungen vor. Sie üben ihr Amt sowohl im Interesse der Grundstückseigentümer als auch der Öffentlichkeit aus.
Das Ehrenamt hat eine lange Tradition. Es ist im 13. Jahrhundert in Franken entstanden. Bis zum Erlass des Abmarkungsgesetzes im Jahr 1900 hatten Feldgeschworene das Recht, Grenzermittlungen, Grundstücksteilungen und -abmarkungen durchzuführen. Seitdem unterstehen sie den Vermessungsämtern.
Dennoch sind sie weiterhin berechtigt, in begrenztem Umfang selbständig tätig zu werden. Sie können beispielsweise von Eigentümern zur Sicherung oder Erneuerung eines Grenzzeichens bestellt werden. Bei Unstimmigkeiten haben sie aber keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei ihrer Verpflichtung geloben die auf Lebenszeit gewählten Feldgeschworenen in einer Eidesformel Verfassungstreue, Unparteilichkeit und Verschwiegenheit.

Ehrenvolle Aufgabe

Zeitmäßig umfasse eine Vermessung etwa einen halben Tag, teilt die Stadt mit. Pro angefangene Stunde erhalte ein Feldgeschworener 13 Euro. Im Durchschnitt kommen auf ihn rund acht Vermessungen pro Jahr zu.
Zur Kontaktaufnahme und zur Einholung weiterer Information steht bei der Stadt Wertingen die Telefonnummer 08272/84116) zur Verfügung. (spr)
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