Organola für Ottilienkapelle

Die Innenrenovierung der St. Ottilienkapelle in Asbach ist seit kurzem fertiggestellt. Neu ist auch der Einsatz einer Organola. Damit können Gottesdienste auch ohne Organisten abgehalten werden. Foto: Gemeinde Laugna

Wenn der Kirchenmalermeister Wolfgang Lorenz aus Blindheim am Werk ist, muss er oft gewissenhafte Kleinarbeit investieren. So erhielten durch ihn die Apostelbilder in der Pfarrkirche St. Anna in Frauenstetten neuen Glanz, aber auch die Malereien in Räumen des Schillinghauses in Binswangen, die er originalgetreu wiederherstellte. Nun hat er sein Können auch in der St. Ottilienkapelle in Asbach gezeigt. Er führte dort die Innenrenovierung durch und machte das kleine Gotteshaus wieder zu einem Glanzstück.

Besucher der Kapelle können sich seit kurzem an dem prächtigen Anblick erfreuen. Über vier Jahrzehnte lang lag die letzte Innensanierung zurück. Außen wurde das Bauwerk zuletzt 2001 renoviert.
Die St. Ottilienkapelle ist ein historisches Kleinod. Sie wurde 1785 erbaut. Auffallend sind der achteckige Dachreiter mit Zwiebelhaube und seinen zwei Glocken. Ansonsten ist die Kapelle eher ein nüchterner Bau.
Das Altarbild zeigt die Heilige Ottilie im Ordensgewand, weiter zwei Himmelsboten. Der eine Engel hält einem Äbtissinnenstab, der andere ein Buch mit zwei Augen. Letztere gelten als Sinnbild der Patronin. Sie wird besonders bei Augenleiden um Hilfe angerufen.
Auffallend sind auch ein kreisförmiges Ölgemälde des Hl. Magnus, eine ovales Deckengemälde, das das Auge Gottes im Strahlglanz von Putten umgeben zeigt, eine Statue des Heiligen Leonhard und ein Bild der vierzehn Nothelfer. Die Hinterglasbilder der Kreuzwegstationen stammen aus der Zeit um 1750. Sieben, bis ins Jahr 1802 zurückreichende Votivtafeln erinnern von der Wallfahrt zur Hl. Ottilie.
Apropos Wallfahrt: Asbach war früher wegen der Ottilienwallfahrt ein Begriff unter den Gläubigen, zumal sie die einzige Wallfahrt in der Region von Wertingen darstellte. Erstmals erwähnt wurde sie 1369. Um 1750 erlebte sie ihren Höhepunkt.

Per Impuls vom Altar aus

Neben der Innenrenovierung hat die St. Ottilienkapelle auch noch eine Neuerung erhalten: eine Organola. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Orgelselbstspieleinrichtung. Sie ist eine zuverlässige Ergänzung für die Messen ohne Organist. Die Lieder werden per Startimpuls vom Altar aus bedient.
Notwendig wurde die Organola durch den Rückzug von Adolf Kreuzer. Der bisherige Organist konnte aus gesundheitlichen Gründen dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen. In dieser Situation sprang das Kirchenverwaltungsmitglied Ulrich Reitenberger ein. Mit seiner Spende konnte die Organola angeschafft werden. (spr)
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