Pohltec sagt Wertingen Ade

Die Wärmefassade der Universität Essen (Bild) stammt von der Pohl-Gruppe. Sie umfasst unter anderem rund 900 Quadratmeter Sandwich-Elemente mit Designfarben. Foto: Pohl

WIRTSCHAFT / Die Stadt verliert mit dem Umzug der Fassaden- und Metallverarbeitungs-Niederlassung nach Günzburg 50 Arbeitsplätze.

Die Pohltec Fassaden GmbH im Wertinger Ortsteil Reatshofen ist ein Unternehmen der Pohl-Gruppe. Rund 50 Mitarbeiter der Fassaden- und Metallverarbeitungs-Niederlassung an der Donauwörther Straße kehren nun der Stadt Wertingen den Rücken. Der Betrieb verlagert zum Jahreswechsel seine Produktionsstätte nach Günzburg.
Laut Medienberichten gibt es für die Firma dort bessere Entwicklungsmöglichkeiten. Der Umzug in eine größere Fertigungshalle soll die Expansion der Niederlassung weiter vorantreiben und mehr Arbeitsplätze schaffen.
Die Pohl-Unternehmensgruppe beschäftigt nach eigenen Angaben weit über 500 Fachkräfte. Sie ist ein Bauzulieferer mit Niederlassungen und Verkaufsbüros in sechs deutschen und zwei ausländischen Fertigungsstätten.
Lange Tradition
Zurück geht das Unternehmen auf das Jahr 1856. Damals wurde es als Stellmacherei gegründet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wandelte sich der Betrieb in eine Schlosserei um.
Der Bauboom der 1980er-Jahre und die steigende Nachfrage nach Aluminiumfassaden habe das Unternehmen zu seinem heutigen Kerngeschäft gemacht, so Heinrich Robert Pohl, der das Unternehmen seit 1974 leitet.
Die Pohl-Gruppe fertigt Verkleidungsbleche und Abkantprofile aus jedem Metall, insbesondere aber aus Aluminium und Edelstahl. Sie bietet technisch hochwertige Metall-Bekleidungs-Lösungen im Bereich Dach und Wand für Hallen und Industriegebäude sowie für den Büro-, Verwaltungs- und Wohnungsbau. Als Zulieferer für die Hauptzielgruppen Metall- und Fassadenbauer, Dachdecker sowie Bedachungsfachhandel zählt die Unternehmensgruppe heute zu den führenden Partnern der Branche. Und das weltweit, wie Pohl betont.
Spezielle Fassadenelemente
In Wertingen werden sogenannte Kalt- und Warmfassadenelemente gefertigt. Die hinterlüftete Kaltfassade ermöglicht beispielsweise einen sehr schnellen Druckausgleich für den Luftraum hinter der Außenhaut der Fassade und hält diesen Bereich im Gleichgewicht mit Luftdruckschwankungen. So entsteht kein Druckunterschied, der Regenwasser und andere Flüchtigkeiten in die inneren Schichten der Fassade treiben kann.
Übrigens soll keiner der Fachkräfte der Wertinger Pohl Fassaden GmbH seinen Arbeitsplatz verlieren. Alle ziehen ins rund 50 Kilometer entfernte Günzburg mit um. (spr)
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