Richtiges Wohnen im Alter

Herkömmliches Bad, vor dem altersgerechten Umbau. Foto: Reindl

Die Ansprüche an das eigne Wohnumfeld verändert sich im Laufe des Lebens. Um auch im Alter in den eigenen Wänden wohnen zu können, hat beispielsweise Barrierefreiheit Priorität. Wer wissen wollte, wie man sein Zuhause altersgerecht gestaltet, wurde bei der Informationsveranstaltung der Seniorengemeinschaft Wertingen bestens unterrichtet.

Ein Wohnberater aus München ging ausführlich darauf ein, wie der Wohnraum alters- und behindertengerecht umgebaut werden kann. Mit zunehmendem Alter verändere sich der Anspruch an das eigene Wohnumfeld, betonte er. Ausschlaggebend dafür seien vor allem die zunehmende Einschränkung der Mobilität und die Verringerung der Seh- und Hörfähigkeit.
Daher sei es sinnvoll und auch notwendig, die Räume an diese Bedingungen anzupassen. Dabei gelte es, Hindernisse zu beseitigen, um Hilfsmittel zu installieren, die wiederum den Wohnalltag erleichtern.
Die häufigsten Probleme treten bereits im Eingangsbereich auf. Hier erschweren oftmals Stufen oder Schwellen den leichten Zugang ins Gebäude. Im Innenbereich seien die größten Barrieren das Treppenhaus sowie die nicht behindertengerechte Ausstattung von Bad und Toilette, erklärte der Wohnberater.
Für den Eingangsbereich empfahl er Rampen aus Aluminium oder Kunststoff anzubringen, die den Zugang zum Gebäude mit geringer Steigung erleichtern. Im Treppenhaus gebe es heute eine große Auswahl von unterschiedlichen Hub- und Treppenlifte, so der Referent weiter. Für den Flur riet er die Anbringung von Handläufen, ausreichend Sitzmöglichkeiten und zu hellen Beleuchtungskörpern.

Stolperfallen entfernen

In der Küche sollten wichtige Küchengeräte und täglich benötigtes Haushaltsgeschirr in leicht erreichbarer Greifweite und Arbeitshöhe sein. Im Wohnzimmer sollten Stürz- und Stolperfallen wie Teppiche oder Beistelltische entfernt werden. Für das Schlafzimmer empfahl der Spezialist, das Bett auf das Niveau der Sitzhöhe anzuheben.
Beim Bad- und Toilettenbereich sei besonders darauf zu achten, dass es keine hinderliche Schwelle in die Duschwanne gebe und die Duschfläche ausreichend groß und zum Sitzen sei, verdeutlichte der Wohnberater. Haltegriffe gemäß Bewegungsablauf und ein Duschvorhang statt fester Glasabtrennung seien dabei sehr zu empfehlen. Die Toilettenhöhe sollte in bequemer Sitzhöhe angebracht werden und der Waschtisch auch im Sitzen nutzbar sein.
Generell riet der Wohnberater, die Wohnung rechtzeitig den veränderten Bedürfnissen und nicht umgekehrt anzupassen, eine professionelle Wohnberatung zu nutzen und - je nach den sozialen Umständen - sich der Zuschüsse zu bedienen. Bei der Finanzierung riet der Berater, sich mit der Kranken- oder Pflegekasse in Verbindung zu setzen.
Die Seniorengemeinschaft Wertingen, Marktplatz 6, hält übrigens eine Broschüre, die diese Themen ausführlich behandelt, kostenlos parat. (spr/pm)
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