Schule fördert Fairen Handel

Die Anton-Rauch-Realschule (Bild) in Wertingen ist „Fairtrade School“. Der Titel wird an Schulen als Auszeichnung vergeben, die sich im Fairen Handel engagieren. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Ihr Ziel ist es, sich im Rahmen des Fairen Handels aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Doch nicht genug damit: . Vor kurzem wurde der Wertinger Anton-Rauch-Realschule dafür die Auszeichnung „Fairtrade School“ verliehen. Mit diesem Titel kann die Bildungsstätte ihr Engagement noch besser nach außen tragen und auch zeigen, wie kreativ sie sich für den Fairen Handel einsetzt.

Damit ist die Realschule im Landkreis Dillingen die erste allgemeinbildende Schule, die diesen Titel erhalten hat. „Wir verstehen diese Auszeichnung als Ansporn, uns weiterhin gemeinsam gegen Ausbeutung und Kinderarbeit einzusetzen“, erklärt Schulleiter Bernhard Wiesner.
Los ging das Engagement für den Fairen Handel offiziell Ende Juni 2014. Damals wurde das Fairtrade-Schulteam ins Leben gerufen. Die engagierte Gruppe wollte mit Fairtrade-Aktionen allen Mitgliedern der Schulfamilie die Möglichkeit geben, globale Zusammenhänge besser zu verstehen sowie soziale und regionale Aspekte bei Kaufentscheidungen miteinzu¬beziehen. Bestärkt zu diesem Schritt wurde das Team auch durch die Stadt Wertingen. Die Kommune zählt seit Mai 2012 zu den Fairtrade-Städten.

Fairtrade thematisiert

Um die Vorhaben auch umzusetzen, wurde beispielsweise der Wertinger „Weltladen“ besucht. Schon bald boten die engagierten Schüler an Elternabenden Fairtrade-Produkte zum Verkauf angeboten. Darüber hinaus wurden Schulkiosk und Schulautomat mit getrockneten Früchten, Nüssen und Schokoriegeln aus Fairem Handel bestückt.
Doch dies ist längst nicht alles: Seit längerer Zeit wird der Kaffee-Vollautomat im Lehrerzimmer mit Fairtrade-Kaffee befüllt. Bei Schulveranstaltungen werden Fairtrade-Getränke verkauft. Und in Fächern wie Erdkunde, Haushalt und Ernährung, Kunst, Religion und Deutsch wird die Philosophie von Fairtrade thematisiert.

Zeichen nach außen setzen

Im letzten Jahr stellte die Realschule schließlich die Bewerbungsunterlagen für die Auszeichnung „Fairtrade School“ zusammen. Damit wollte das Team bewusst auch ein Zeichen nach außen setzen, um den Fairtrade-Gedanken noch stärker zu verbreiten.
Die Mühen lohnten sich. Im Juli 2015 wurde der Schule mitgeteilt, dass alle Kriterien erreicht seien, um den Titel zu erhalten. Im Dezember schließlich wurde die Auszeichnung der Schule verliehen. Sie ermöglicht der Schule jetzt noch mehr Gründe, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. (spr)
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