Wertingen leuchtet:Tausende Besucher strömten bei „Wertinger Nacht“ in die Innenstadt

Viele Besucher strömten zur „Wertinger Nacht“ in die Innenstadt mit ihren glanzvollen Lichteffekten und -installationen. Fotos: Stefan Savini
 
Dieser Musiker präsentierte bei der „Wertinger Nacht“ ein Didgeridoo. Es gilt als traditionelles Musikinstrument der nordaustralischen Aborigines.

Weltoffenheit und Internationalität – das waren die Themen, die sich die Stadt und die örtliche Wirtschaftsvereinigung (WV) bei der heurigen „Wertinger Nacht“ auf ihre Fahnen geschrieben hatten. Unter dem Motto „Weltreise“ machte die Geschäftswelt damit Besonderheiten aus verschiedenen Ländern und Regionen der Erde erlebbar. Abgerundet wurde das Spektakel einmal mehr von einem bunten Rahmenprogramm mit vielen Attraktionen sowie faszinierenden Lichtilluminationen. Sie luden Tausende von Besuchern zu einem ausgiebigen Bummel auf der Flaniermeile in der Innenstadt ein.

Geschäftswelt und Künstler hatten sich diesmal viel einfallen lassen. Sie punkteten in erster Linie mit Atmosphäre, Ideen und dem einen und anderen speziellen „Hingucker“. Flaggen, Wimpel, Motive, Reiseinformationen und großformatige Bilder wiesen auf zum Teil exotische Länder hin. Schaufenster präsentierten sich in landestypischer Aufmachung, erinnerten an Kuba, Griechenland, Hawaii, Australien oder Türkei. Die visuellen Attraktionen wurden ergänzt mit kurzweiligen Tanzvorführungen, Musikdarbietungen, Schattenspiel, Kunstinstallation und anderen Aktionen, die die Gäste ebenfalls mit auf eine imaginäre Weltreise nahmen. Damit wurden eindrucksvoll Aufenthalte in Brasilien, Nordamerika, Afrika, Australien, China und im Nahen Osten suggeriert.

Besonderes Ambiente

Hinzu kam das fesselnde Zusammenspiel von flackernden Kerzen, Laternen, Feuerschalen sowie bunt beleuchteten Fassaden und Geschäftsportalen. Diese vielfältigen Lichteffekte verliehen dem Citybereich einen einzigartigen Glanz und ein besonderes Ambiente.

Die städtischen Museen trugen ebenfalls zum Gelingen bei. Im Radiomuseum war eine „Tour de France“ der besonderen Art angesagt. Auch das Heimatmuseum beteiligte sich am Motto „Weltreise“ und präsentierte eine Reihe von Gegenständen und Reiseberichte, die einst der in Wertingen lebende Reichstagsabgeordnete Richard Kalkhof 1906 von einer Studienreise ins damalige Deutsch-Ostafrika mitgebracht hatte.

Wer bei den bunten Aktionen und glanzvollen Lichteffekten für ein paar Augenblicke Ruhe und Besinnlichkeit suchte, stattete der Pfarrkirche St. Martin einen Besuch ab. Dort wartete die Bläserphilharmonie der Stadtkapelle unter der Leitung von Tobias Schmid mit einem stimmungsvollen Candlelight-Konzert auf. Stadtpfarrer Rupert Ostermayer bereicherte die Aufführung mit nachdenklichen Texten.

Gelungene Symbiose

Stadt und WV feierten die „Wertinger Nacht“ erstmals 2012. Bereits beim ersten Durchgang waren Jung und Alt von den Farbspielen, Projektionen und Angeboten begeistert. Der damalige WV-Vorsitzende Michael Buhl nannte die Veranstaltung eine „gelungene Symbiose aus Kultur, Kunst, Unterhaltung und Shopping“. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Und so war auch WV-Organisationleiter Stefan Savini mit dem diesmaligen Ansturm in die Innenstadt sehr zufrieden – und mit ihm die beteiligten Unternehmen. Die Besucher der „Wertinger Nacht“ sprachen unisono von einer „tollen Veranstaltung“. „Ich bin extra wegen den kunstvoll beleuchteten Sehenswürdigkeiten gekommen“, meinte Sandra Meininger. Doch es habe noch weit mehr zu entdecken gegeben, gestand sie beeindruckt. (spr)
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