Wertinger Feuerwehr macht keine Musik

Ehrungen
 
Jugendleiter und Neuaufnahmen im Verein

Kritik gab es bei der Generalversammlung der Wertinger Stützpunktfeuerwehr-135 Einsätze im Jahr 2016 geleistet.

Bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung der Wertinger Stützpunktfeuerwehr im Gasthof “Zum Hirsch“ war neben zweiten Bürgermeister Johann Bröll auch die beiden „neuen“ der Kreisbrandinspektion Kreisbrandinspektor Uwe Neidlinger und Kreisbrandmeister Thomas Schuhwerk gekommen, um sich der Wehr vorzustellen. Vereinsvorsitzende Anna Kerber-Faul ging in ihrem Jahresbericht auf die einzelnen Aktionen des Feuerwehrvereins ein. Schriftführer Dietmar Wagner ließ das Jahr 2016 nochmals Revue passieren. Das „Hightlight“ war der Kauf des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs 20 (HLF20) sowie die Umbauten zur Schaffung der neuen Diensträume im Gerätehaus. Weiterhin dankte Kerber-Faul allen Aktiven und Passiven Mitglieder die sich im Verein engagieren. Ihr besonderer Dank galt den Führungskräften der Stadtfeuerwehr insbesondere dem Gerätewart und stellvertretenden Kommandant Johannes Friedrich für seine aufopfernde Arbeit. Der Feuerwehrverein kann über eine kleine Vereinssumme verfügen, wie es aus der Jahresaufstellung von Kassiererin Angelika Regensburger zu hören gab. Einstimmig wurde die Vorstandschaft entlastet.

In die Jugendgruppe konnten mit zwei neuen Feuerwehranwärtern Markus Färber und Valentin Rudari ein Zugang verzeichnet werden.
Im Kommandantenbericht von Rudolf Eser waren drei Schwerpunkte verzeichnet. Die Ankunft des HLF 20, Tag der offenen Türe bei der Feuerwehr Wertingen, “Wohin mit dem Geld“ / „Landratsamt bremst Wertingen“ zu vernehmen. Wie er anmerkte, können die Feuerwehren an der Schulden der Stadt nicht schuld sein. Hier wäre es an der Zeit, dass sich die Verantwortlichen Gedanken machen, wo die Pflicht und wo die Kür liegt! Die FF Wertingen und jede andere Feuerwehr in der Stadt Wertingen bringt ihre Leistungen. Hier müssen endlich Taten und nicht nur Worte durch die gesamte Politik folgen! Weiter merkte der Stadtfeuerwehrkommandant an, dass die Feuerwehren nun mal ``keine Musik machen und von Kultur verstehen sie halt auch nichts!``

Nach zwei Jahren Planungs- und Bauzeit konnte am 19.Juni 2016 das neue HLF 20 im Gesamtwert von ca. 440000,-- €uro als Ersatz für das Tanklöschfahrzeug (TLF) aus dem Jahr 1992 gemäß dem Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Wertingen in Empfang genommen werden. Innerhalb von nur zwei Wochen konnte das neu wichtige Einsatzmittel bereits seinen Dienst aufnehmen. Das TLF wurde für 21000,-- Euro an die Gemeinde Wolkramshausen in Thüringen verkauft. Der Freistaat Bayern hat das Löschfahrzeug mit 119000 Euro gefördert, so der Kommandant. Im Haushaltsansatz der Stadt waren für das neue Fahrzeug 380000 Euro angesetzt. Diesen hat die Feuerwehr somit sehr deutlich um 80000 € unterschritten. Mehr sparen geht wohl nicht mehr, so der Kommandant. Beim „Tag der offenen Tür“ erhielten das neue Fahrzeug und der erste Umbau des Gerätehauses seinen geistlichen Segen.

135 Einsätze im Jahr 2016

Mit 135 Einsätzen und 96 Übungen wurde das Einsatzjahr abgeschlossen. Die Wehr verfügt über 30 Atemschutzträger und ist damit die Spitze im ganzen Landkreis als Freiwillige Feuerwehr. Mit 22 CSA Träger ist Wertingen auch dort an der Landkreisspitze. Die Feuerwehren sorgen für die Sicherheit der Bürger und das geht nur wenn das Personal und das Handwerkszeug dafür auch vorhanden ist, so Kommandant Eser.

Er dankte seinem Team für die Teilnahme an den Übungen, den zahlreichen Einsätzen sowie beim Umbau des Gerätehauses. Die Feuerwehr kann und wird nur so gut sein, wie die Menschen, wo in ihr Dienst leisten. Nur durch den persönlichen Einsatz aller Beteiligten ist die Leistungsbereitschaft der Wertinger Stadtfeuerwehr gewährleistet. Esers Dank galt auch der gesamten Stadtverwaltung, sowie der Kreisbrandinspektion. Besonders dem ehemaligen Kreisbrandinspektor Anton Winkler. Beide hatten über 26 Jahre einen gemeinsamen Weg in der Feuerwehr.
In der Jugendgruppe durfte der Kommandant ebenfalls einen Wechsel bekannt geben. Martin Neumann der nach 20 Jahren Jugendarbeit (10 Jahre als erster Jugendwart) verlässt die Jugendfeuerwehr und übernimmt das neue Sachgebiet Brandschutzerziehung/-unterweisung. Als neuer Jugendwart wurde der ehemalige „Vize „Jürgen Rauch bestellt. Als ``neuer`` im Team der Jugendausbildung konnte Bernd Sapper gewonnen werden. Für die geleistete Dienstzeit in der Funktion als Jugendwart erhielt Martin Neumann eine Bildcollage und ein Präsent überreicht.

In der Brandschutzerziehung wurden im Jahr 2016 sechs Schulklassen geschult. Im Bericht des scheidenden Jugendwartes Martin Neumann hatten die 11 Jugendlichen am Wissenstest mit Erfolg teilgenommen. Weitere Übungsabende waren der Modulare Trupp Ausbildung (MTA).
Grußworte kamen vom neuen Kreisbrandinspektor Uwe Neidlinger, der sich zusammen mit dem neuen Kreisbrandmeister Thomas Schuhwerk vorstellte und sich für eine konstruktive Zusammenarbeit aussprach. ``Eine Stadt ist halt schon etwas anderes``. Er freut sich auf die Zusammenarbeit.
Zweiter Bürgermeister Johann Bröll sagte, dass die Freiwillige Feuerwehr Wertingen einen hohen Ausbildungsstand und Stellenwert besitzt. Auch die Ortsteilwehren haben ihre Daseinsberechtigung und ging dabei auf den Feuerwehrbedarfsplan ein. Dieser hat der Stadt Wertingen aufgezeigt, wo man was zu tun habe. Hier ist viel geleistet worden in den letzten zwei Jahren. Die Stadt hat insgesamt 800.000 Euro für die Feuerwehren der Stadt investiert. Die Wertinger Stützpunktfeuerwehr ist dabei auf den neuesten Stand gebracht worden. Für den Digitalfunkt wurden 46000 Euro aufgewendet. Zum Schluss wünschte der 2.Bürgermeister Bröll weiter so eine starke Wehr und richtete dabei an allen insbesondere an die beiden Kommandanten Rudolf Eser und Johannes Friedrich seinen besonderen Dank im Namen der Stadt Wertingen aus.

Ehrungen

Zahlreiche Ehrungen konnten an diesem Abend vergeben werden. ``Jede Firma wäre sicherlich froh, wenn Ihre Mitarbeiter eine solche lange Zugehörigkeit aufweisen würden`` so Kommandant Eser.

10 Jahre
Benjamin Storr,
Jürgen Rauch,
Michael Mundi,
Daniel Kleindienst,

20 Jahre
Dietmar Wagner,
Johannes Friedrich
Michael Simon

25 Jahre
Bernd Böhm
Dieter Hurler

30 Jahre
Andreas Färber

50 Jahre
Heribert Braun
Helmut Böhm

Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber wurden vom Freistaat Bayern für 25 Jahre aktive Dienstzeit wurden Bernd Böhm und Dieter Hurler durch Kreisbrandinspektor Uwe Neidlinger ausgezeichnet.
Zu Wünsche und Anträge wurde Nachgefragt, warum die Stadt Wertingen gemäß dem Bedarfsplan ihre Mitarbeiter und Angestellte (so wie in anderen Kommunen auch) nicht zum Feuerwehrdienst heranzieht. Der stellvertretende Bürgermeister Johann Bröll sagte dazu, dass die Zusammenarbeit als gemeinsamer Dienstherr anzustreben sei. Zur Diskussion stand auch, dass man bei künftigen Bewerbungen Bewerbern mit Feuerwehrerfahrung den Vortritt geben sollte. Siegfried Denzel dankte als Bürger der Wertinger Feuerwehr und bezeichnete jeden einzelnen Feuerwehrmann als Leistungsträger für die Stadt. Er wundert sich doch sehr, warum die Grund-und Gewerbesteuer erhöht wurde und bei den Feuerwehren immer noch gespart wird! Die Feuerwehr ist der einzige Schutz welchen er als Bürger der Stadt Wertingen zu jeder Tages- und Nachtzeit hat.
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