Zwei Zenettis hängen im Wertinger Heimatmuseum

Fünf Mitglieder der Familie Zenetti auf einem Bild: Gisela Herold (links) und Martha Bruckner (rechts), beide Töchter von Bürgermeister Richard Zenetti, sowie der Wertinger Stadtrat Wolfgang Zenetti in Gesellschaft ihrer Vorfahren Gregorio und Antonio Zenetti. Foto: Wolfram Stadler.

Ein Familientreffen der besonderen Art fand kürzlich im Wertinger Schloss statt: Drei Mitglieder der Familie Zenetti besuchten ihre Vorfahren aus dem 18. Jahrhundert - zumindest deren Gemälde, die seit Kurzem im Heimatmuseum Wertingen ausgestellt werden.

Die im 18. Jahrhundert aus Oberitalien eingewanderte Kaufmannsfamilie ist für die Wertinger Stadtgeschichte von großer Bedeutung. Als Inhaber eines Handelshauses und einer Tabakfabrik sowie verschiedener führender Ämter in der Stadtverwaltung bis hin zum Bürgermeister erwarben sich die Zenettis große Verdienste um die Zusamstadt. Die von Herbert Petersen und Otto Killensberger organisierte Ausstel-lung über zahlreiche markante Persönlichkeiten der Familie Zenetti beleuchtete im vergangenen Herbst anschaulich die facettenreiche Familiengeschichte.

Ölgemälde aus Familienbesitz

Bei dieser Ausstellung wurden auch zwei Ölgemälde aus Familienbesitz präsentiert. Die beiden Porträts zeigen zum einen Antonio Zenetti (1703 bis 1770) im Alter von 66 Jahren, den Stammvater der Wertinger Familie, und zum anderen Gregerio Zenetti (1706 bis 1751), den Leiter der 1. Handelsgesellschaft in Wertingen.

Im Zuge der großen Zenetti-Ausstellung beschloss die Familie, die beiden Gemälde dem Wertinger Heimatmuseum zu schenken. Museumsreferent Cornelius Brandelik nahm dieses Angebot mit Freude an, dokumentieren die beiden einzigartigen Bilder doch ein wichtiges Kapitel der Wertinger Historie. Als Teil des Heimatmuseums begrüßen nun die beiden Zenetti-Vorfahren an prominenter Stelle die Besucher des Wertinger Schlosses: Gleich nach dem Öffnen der Schlosstür fällt der erste Blick auf die beiden Gemälde, die an der gegenüberliegenden Wand angebracht sind. (pm)
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