CSU für Barrierefreiheit

An der Rückseite des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes in Wertingen soll ein Aufzug als barrierefreier Zugang zu den Dienststellen der Stadtverwaltung entstehen. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Mit Projekten im Jahr 2017 befasste sich die Wertinger CSU-Stadtratsfraktion bei ihrer letzten Sitzung im Gasthof Zum Hirsch an der Schulstraße. Dabei einigten sich die Teilnehmer auf eine Reihe von Maßnahmen. Sie seien im nächsten Jahr Schwerpunktthemen, betonten die Christ-Sozialen.

So liegt das Augenmerk auch auf dem ehemaligen Amtsgericht. Das Gebäude, das unter anderem publikumsintensive Dienststellen der Stadtverwaltung beherbergt, soll barrierefrei gestaltet werden, damit Menschen mit Handicap es besser nutzen können.
Die CSU-Stadträte schlugen als ersten Schritt dafür den Anbau eines Aufzugs vor. Dieser soll an der Rückseite des Gebäudes mit einem Pflasterweg als barrierefreier Zugang angebracht werden.

Neuralgische Punkte sind bekannt

Wie wichtig auch der Stadt barrierefreie Zugänge sind, zeigte die Stadtratssitzung im Mai. Dort wurde nochmals der 2015 vom Vorsitzenden der Seniorengemeinschaft Wertingen, Hans-Josef Berchtold, initiierte Anstoß für das Projekt „Wertingen barrierefrei“ manifestiert.
Vertreter der in Wertingen aktiven neun Sozialverbänden, genannt „Soziales Netzwerk Wertingen“, ein Augsburger Planungsbüro, Bürgermeister Willy Lehmeier und Stadtbaumeister Anton Fink hatten eine Arbeitsgruppe gebildet und mit zahleichen Betroffenen eine Begehung in der Innenstadt durchgeführt. Anschließend wurden bei einem Workshop die neuralgischen Punkte besprochen und erfasst. Die erarbeiteten Lösungsvorschläge fanden Aufnahme in einem 72-seitigen Gutachten. Bei Umsetzung aller Maßnahmen zur Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich liegt die Kostenschätzung bei rund 4,5 Millionen Euro.
Vom Stadtrat wurde das Projekt fraktionsübergreifend bejaht. Zweiter Bürgermeister Johann Bröll wies allerdings darauf hin, dass die vorgestellten Maßnahmen nur die Kernstadt betreffen. Es dürfen auch die Stadtteile nicht vergessen werden, betonte er. CSU-Stadtrat Alfred Schneid bezeichnete damals die Projekte ehemaliges Amtsgericht, Schloss und Friedhof als vordergründig wichtig.

Multifunktionale Nutzung gewünscht

Bei der CSU-Fraktionssitzung schloss Stadtrat Helmut Sporer neben Aufzug und Pflasterung des Zugangs auch die Sanierung des Treppenhauses des Amtsgerichtsgebäudes ein. Er sprach sich für eine zügige Aufnahme der die Planungen aus.
Die CSU forderte überhaupt, das gesamte Gebäude besser multifunktional für Bürgerservice, Trauungen, Kulturveranstaltungen, Artothek und Archivpflege nutzen zu können. Fraktionschef Johann Popp regte an, das umfangreiche Stadtarchiv mit seinem hauptamtlichen Stadtarchivpfleger als Basis für überörtliche Fortbildungen zu nutzen. (spr)
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