CSU gegen wildes Plakatieren

Dem CSU-Fraktionschef im Dillinger Kreistag, Johann Popp (Wertingen), ist beim letzten Landratswahlkampf ein wildes Plakatieren aufgefallen. Davon hätten sich unmittelbare Anlieger beeinträchtigt gefühlt, meinte er. Er will nun das Thema bei der nächsten Dienstbesprechung der Bürgermeisterdienstbesprechung auf die Tagesordnung setzen lassen.

Popp spricht in einer Pressemitteilung von einem „gewissen Wildwuchs“. Dieser habe einmal mehr deutlich gemacht, dass es im Landkreis unterschiedliche Regelungen für die Plakatierung gibt.
Während einige Städte und Gemeinden in Verordnungen die Plakatierung nur auf die von der Kommune bestimmten Flächen beschränkt haben, sei in anderen Gemeinden immer wieder auch wildes Plakatieren an Mauern, Zäunen, Geländern, Licht- und Telefonmasten und willkürlich ausgesuchten Anschlagflächen festzustellen, stellt Popp fest. Dadurch würde im Einzelfall die Sicht behindert. Zudem sei so auch ein Sicherheitsproblem gegeben.

Auch ökologisch fragwürdig

Weiter gab Popp zu bedenken, dass wildes Plakatieren im gesamten Gemeindegebiet auch aus ökologischen Gründen fragwürdig sei, zumal darüber hinaus die Beseitigung der Plakatwände nach dem Wahltag oft schleppend verlaufe.
Popp will daher bei der Landkreisverwaltung anregen, das Thema auf die Tagesordnung einer der nächsten Bürgermeisterdienstversammlungen zu setzen. Natürlich sei es die souveräne Entscheidung jeder Kommune, eine Plakatverordnung zu erlassen oder den bisherigen Zustand beizubehalten, räumt der CSU-Politiker in seiner Pressemitteilung ein. Deshalb wolle er seine Überlegung lediglich als Anregung verstanden wissen.

Verordnungen einfach übernehmen

Sein Vorschlag: „Die bereits bestehenden Verordnungen über die öffentlichen Anschläge könnten von den übrigen Gemeinden problemlos und ohne bürokratischen Aufwand übernommen werden.“ (spr)
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