Die Region mitgestalten

Kreisrat Norbert Schön (Vierter von rechts) wurde mit der Silbernen Raute der CSU ausgezeichnet: (von links) Vize-Landrat Alfred Schneid, der Vorsitzende der CSU-Grundsatzkommission, Markus Blume, Kreisvorsitzender Georg Winter, Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange und Bezirksrat Dr. Johann Popp. Foto: privat

JUBILÄUM / 70 Jahre und im besten Alter: Der CSU-Kreisverband feiert Geburtstag. Beim Festakt hat Kreisrat Norbert Schön die Silberne Ehrenraute erhalten.

Mit Dankbarkeit, Stolz und Zuversicht feierte der CSU-Kreisverband kürzlich im Aislinger Gasthof „Adler“ vor über 200 Gästen sein 70-jähriges Jubiläum. Verbunden war damit auch die Ehrung des Kreisrats und Ex-Bürgermeisters Norbert Schön. Als Festredner fungierte Vize-Landrat Alfred Schneid aus Wertingen. Die sieben Jahrzehnte CSU hätten der Region gut getan, unterstrich er.
Schneid erinnerte nicht nur an den beeindruckenden Inhalt des Programms, das sich die Dillinger CSU unter Führung von Studienprofessor Dr. Hans Müller am 7. Oktober 1945 gegeben hatte. Er streifte auch die Anfänge anderer CSU-Ortsgruppen, die sich alle bis Februar 1946 endgültig der CSU Bayern angeschlossen hatten.
Die CSU im damaligen Kreis Wertingen sei beispielsweise erstmals am 31. Oktober 1945 um 19 Uhr im Wohnzimmer des Seilermeisters Johann Baur zusammengekommen, machte Schneid aufmerksam. „Sie hielt ihre erste öffentliche Versammlung am Sonntag, 9. Dezember 1945, um 13.30 Uhr mit 450 Besuchern ab und hat bei der Kreistagswahl am 28. April gleich 26 von 28 Sitzen erreicht“, so der Referent weiter.
Schneid verwies aber auch auf die vielen wichtigen Entscheidungen und Errungenschaften vor Ort und in der Region, die ohne die Union nicht denkbar gewesen seien. Als Beispiele nannte er die Bewältigung der Sorgen der Nachkriegszeit, den Erhalt des selbstständigen Landkreises Dillingen dank der Verhandlungskunst des Landtagsabgeordneten und späteren Staatssekretärs Otto Meyer und die Integration im neuen Landkreis, um die sich Dr. Anton Dietrich, Anton Rauch, Willy Berchtold, Anton Hurler, Hans Eppinger, Günther Würmseher, Alfred Sigg, Josef Schuh und Hugo Krauß große Verdienste erworben hatten.
Tatkräftige Frauen
Aber auch zahlreiche Bürgermeister hätten sich bei der Gestaltung ihrer Kommunen hervorgetan. Dabei seien stets tatkräftige Frauen beteiligt gewesen. Namentlich hob der Redner unter anderem eine der ersten Kreisrätinnen, nämlich Berta Veh und Marlene Wetzel-Hackspacher, die erste Zweite Bürgermeisterin im Landkreis, Rita Oberfrank, die erste Vize-Landrätin, Angela Rieder, und die erste hauptamtliche Bürgermeisterin, Hildegard Wanner, hervor. Dank stattete Schneid darüber hinaus all den Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten, den Arbeitsgemeinschafts- und Arbeitskreisleitern, der Jungen Union und den unzähligen engagierten Wahlhelfern ab.
Schneid stellte fest, dass der CSU nichts in den Schoß gefallen sei. „Die CSU-Mandatsträger haben um Vieles hart gerungen“, betonte er. Als Beispiele führte er den Ausbau von Krankenhäusern, Schulen und Altenzentren an, die Abwehr der „Monster-Stromtrassen“, die Konzept für Busse, Bahnen und Radwege, die neu geschaffenen Gebäude für Polizei, Amtsgericht und Vermessungsamt und „nicht zuletzt ein Verkehrskonzept, das die Anbindung für Wirtschaft und Pendler an Oberzentren und überregionale Verkehrsachsen entscheidend verbessert“ habe.
Auch Rückschläge
Der Referent gab zu, dass nicht alle Wünsche und Forderungen durchgesetzt worden konnten. Es habe auch herbe Rückschläge gegeben, bekannte er. Als neue Herausforderungen schlüsselte er Globalisierung, Digitalisierung, Terrorgefahren, Finanzprobleme und Flüchtlingsintegration auf. Doch schwierige Situationen seien da, um bewältigt zu werden, verdeutlichte Schneid. „Auch darin habe die CSU Erfahrung“, meinte er optimistisch. Deshalb sei ihm bei einem Blick in die Zukunft nicht bange. Die CSU sei gut aufgestellt und werde auch heute noch ihrem Anspruch als Wirtschafts- und Familienpartei gerecht.
Auszeichnung
Nach so viel Rück- und Ausblick vergab der Kreisverband seine höchste Auszeichnung. Sie ging an Norbert Schön. Der langjährige Bürgermeister von Zöschingen erhielt für sein „herausragendes Engagement im kommunalpolitischen Bereich“ - so Kreisvorsitzender Georg Winter - die Silberne Ehrenraute. (spr/pm)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.