Eine Erfolgsgeschichte

Die Generalsanierung der Kreisklinik Wertingen sei eine Investition in die Zukunft, so (von links) Vize-Landrat Alfred Schneid, Dr. Johann Popp, Abgeordneter Georg Winter, Geschäftsführer Uli-Gerd Prillinger und Wertingens zweiter Bürgermeister Johann Bröll. Foto: privat

Wertinger Stadträte sprachen in der Vergangenheit von der örtlichen Kreisklinik immer von einer wichtigen Investition in die Zukunft. Das Krankenhaus diene zur nachhaltigen Sicherung einer wohnortnahen ärztlichen Versorgung auf hohem medizinischem Niveau, so wiederholt Bürgermeister Willy Lehmeier (Freie Wähler) und Dr. Johann Popp (CSU). Beide Kommunalpolitiker bezeichneten das Hospital unermüdlich als „eine sehr wichtige Einrichtung für die gesamte Region“. Nun ließ der Geschäftsführer der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen, Uli-Gerd Prillinger, Zahlen sprechen. Dabei bezeichnete er die zurückliegenden Jahre der Wertinger Klinik als „eine Erfolgsgeschichte“.

Bei einem Informationstreffen, zu dem der CSU-Landtagsabgeordnete Georg Winter (Höchstädt) eingeladen hatte, wählte er als Ausgangspunkt das Jahr 2008. Seitdem sei die Zahl der Patienten um über 40 Prozent gestiegen, betonte Prillinger. „Heuer werden voraussichtlich rund 7300 Patienten behandelt.“
Aber auch das andere von ihm genannte Zahlenmaterial konnte sich sehen lassen. Die Leistungen der Ärzte seien um 48 Prozent und des Budgets um über 63 Prozent angestiegen. „Und das trotz der Erschwernisse durch die laufenden Baumaßnahmen“, konstatierte der Geschäftsführer. Auch die Mitarbeiterzahl habe einen Rekordwert erfahren. „Derzeit sind in den beiden Kliniken über 950 Menschen beschäftigt, so viele wie noch nie.“

Viele wichtige Weichenstellungen

Zu dieser „Erfolgsgeschichte“ trug eine Reihe von wichtigen Weichenstellungen bei. „Eminent wichtige war die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, die Wertinger Klinik als ,dauerhaft bedarfsnotwendig‘ anzuerkennen“, verdeutlichte Prillinger. Damit seien die Neubauten mit dem Höchstfördersatz unterstützt worden.
Der Geschäftsführer verwies aber auch auf die vielen anderen Mosaiksteine, die zum Erfolg beigetragen haben. Hier nannte er den Kreistag, der „grünes Licht“ zur Generalsanierung gegeben habe, und den Wertinger Stadtrat, unterstützt von den meisten Nachbargemeinden, mit der Freigabe einer freiwilligen Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro.
Doch was nütze eine exzellente Hilfestellung, wenn die Einrichtung den gestellten Anspruch nicht erfüllen könne, fragte Prillinger rhetorisch, um gleich die Antwort nachzuschieben: „Der Ruf der medizinischen und pflegerischen Betreuung an der Wertinger Klinik ist hervorragend, zudem wird das Haus von der Bürgerschaft stark unterstützt.“

20 Millionen Euro Fördergelder

Die Generalsanierung der Kreisklinik startete 1996 mit der Erweiterung und Sanierung des Funktionstrakts. Im Oktober 2008 begann der zweite Bauabschnitt. Er beinhaltete die Erstellung eines neuen Funktions- und Bettentrakts mit 52 Betten, darunter sechs Betten für die Intensivstation und zehn für den Überwachungsbereich der Patienten, einschließlich der neuen Notaufnahme.
Der Startschuss zum dritten und letzten Abschnitt erfolgte im Juli 2013 mit der Neugestaltung des Eingangsbereichs, die in Modulbauweise errichtete „Physikalische Therapie“ und der Realisierung eines 65-Betten-Traktes.
Einig waren sich die Politiker und Mediziner darin, dass die Generalsanierung die Grundbasis dafür gewesen sei, um die Klinik angesichts der anhaltend schwierigen und vom Bund vorgegebenen Rahmenbedingungen wirtschaftlich betreiben und damit die kommunale Trägerschaft ermöglichen zu können.
Für die drei Bauabschnitte stellte der Freistaat insgesamt rund 20 Millionen Euro aus Fördertöpfen bereit. Nichts gab es übrigens für die sehr gut angenommene Cafeteria in der Klinik. Doch hier griff der „Verein der Freunde des Krankenhauses Wertingen“ finanziell unter die Arme. (spr)
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