Fahrplan soll optimiert werden

Fordern eine Fahrplanoptimierung: (von links) Willy Lehmeier, Dr. Johann Popp, Leo Schrell und Alfred Schneid. Foto: lra

Ab dem kommenden Schuljahr wird voraussichtlich eine Reihe neuer Busverbindungen angeboten. Sie sollen vor allem die Nachmittagsangebote an den Wertinger Schulen attraktiver machen. Die Entscheidung darüber liegt nun beim Ausschuss für Kreisentwicklung.

Zur Fahrplanoptimierung sollen auf den bestehenden Strecken von Wertingen nach Meitingen Bahnhof (Linie 400), Langweid (Linie 401), Nordendorf Bahnhof (Linie 404) und Zusmarshausen/Gabelbach (Linie 520) nach der zehnten Stunde, also kurz nach 16 Uhr, neue Kurse eingerichtet werden. Der Hintergrund: Die Ganztagsangebote für die Unterstufe enden grundsätzlich um 16.05 Uhr. Die Schüler hätten dann anschließend eine passende Busverbindung.
Die verbesserten Busfahrtzeiten sind seit langer Zeit eine Forderung der Wertinger Schulen. Sowohl das Staatliche Gymnasium und die Anton-Rauch-Realschule als auch die Mittel- und Montessori-Schule hatten in der Vergangenheit immer wieder auf die Einführung zusätzlicher Kurse zeitnah nach der letzten Stunde gepocht.
Ihre Anregung fand beim CSU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Dr. Johann Popp, offenes Gehör. Unterstützung erhielt er von Vize-Landrat Alfred Schneid (CSU) und Bürgermeister Willy Lehmeier (Freie Wähler).

Große Wartezeiten ersparen

Dieses Trio war es auch, das Ende letzten Jahres für ihr Anliegen Landrat Leo Schrell (Freie Wähler) mit ins Boot holte. „Vom zusätzlichen Angebot würden insbesondere die Schüler profitieren, die die offene oder gebundene Ganztagesklasse besuchen“, resümierte Schrell. „Bei einem Unterrichtsende um circa16 Uhr und einer Abfahrtszeit kurz danach würden sich die Schüler Wartezeiten von bis zu einer Stunde und teilweise darüber ersparen.“
Mittlerweile ist das Prozedere so weit vorgeschritten, dass die Landkreis-Verwaltung einen Vorschlag zur Optimierung des Fahrplans erarbeitet hat. Dies geschah in enger Abstimmung mit dem Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) und der Regionalbus Augsburg GmbH (RBA).
Dieser Fortschritt wurde von Popp, Schneid und Lehmeier unisono begrüßt. Dabei machten sie auf einen weiteren Punkt aufmerksam. Und der heißt Image. „Die angestrebte Verbesserung der Busfahrtzeiten würde den Schulstandort Wertingen nachhaltig stärken“, betonten sie.

Gut angelegte Investition

Popp kam bei dieser Gelegenheit auch auf die Kosten zu sprechen. Diese wollte er allerdings nicht überbewerten. Hier handele es sich um eine Investition in ein optimiertes Bildungs- und Betreuungsangebot an den Wertinger Schulen, zog er Fazit. Dabei würde auch ein Großteil der Schüler aus dem Raum Meitingen profitieren. Popp nannte die Fahrplanoptimierung deshalb „eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der beiden vom Landkreis als Sachaufwandsträger zu verantwortenden Schulen, nämlich dem Gymnasium und der Realschule“. (spr)
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