Investition in die Zukunft

Zum Abschluss der Generalsanierung der Kreisklinik Wertingen gab es eine symbolische Schlüsselübergabe: (von links) Bezirksrat Johann Popp, der Geschäftsführer der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen, Uli-Gerd Prillinger, Architekt Michael Ludes, Landrat Leo Schrell, Abgeordneter Georg Winter und Bürgermeister Willy Lehmeier. Foto: lra

Wenn man es objektiv betrachtet, war das Kreiskrankenhaus Wertingen in den letzten Jahren eine Art Dauerbaustelle. Von 2008 bis 2011 erhielt die Klinik am Ebersberg eine neue Notaufnahme mit Intensivpflege sowie einen neuen Trakt mit 52 Betten. Der jetzt fertiggestellte letzte Bauabschnitt mit weiteren 65 Betten wurde im Juli 2013 in die Wege geleitet. Kein Wunder, dass beim Festakt zum offiziellen Abschluss der jahrelangen Generalsanierung alle Beteiligten nun eine glückliche Miene zeigten. Allen voran Landrat Leo Schrell, Landtagsabgeordneter Georg Winter und Bürgermeister Willy Lehmeier. Letzterer nannte das realisierte Großprojekt „eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Klinik und die nachhaltige Sicherung einer wohnortnahen ärztlichen Versorgung auf hohem medizinischem Niveau“.

Die Sanierung und Modernisierung der Klinik setzte eigentlich bereits 1996 ein. Damals wurde der Funktionstrakt erweitert und renoviert. Dieser erste Bauabschnitt bildete die Basis, um das Haus angesichts der kontinuierlich schwierigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich betreiben zu können. Zudem war es dem Landkreis wichtig, die Einrichtung in kommunaler Trägerschaft dauerhaft und damit als wohnortnahe Patientenversorgung zu erhalten.

Viele schwierige Hürden

Um diese Punkt zu erreichen, waren etliche Weichenstellungen notwendig gewesen. So die Anerkennung der Klinik durch die bayerische Staatsregierung als „dauerhaft bedarfsnotwendig“, die Unterstützung der Neubauten mit dem Höchstfördersatz, das Votum des Kreistags zur Projektdurchführung, sowie die Zustimmung des Wertinger Stadtrats, eine freiwillige Förderung zu den Investitionskosten in Millionenhöhe zu leisten, zählte Landrat Leo Schrell beim Festakt auf. Gepunktet habe die Klinik aber auch selbst mit ihrem hervorragenden Ruf der medizinischen und pflegerischen Betreuung.
Bei einer so großen Baumaßnahme floss viel Geld. Landtagsabgeordneter Georg Winter nannte Zahlen. Insgesamt seien rund 22 Millionen Euro für das neue Krankenhaus aus dem Bayerischen Fördertopf bereitgestellt worden, betonte er. Auch Winter sprach von „großen Herausforderungen“ und die Überweindung von „vielen schwieriger Hürden“. Er erinnerte 2007 an den Besuch des damaligen Staatsministers Erwin Huber in Wertingen, bei dem Winter gemeinsam mit Johann Popp für einen Neubau anstatt einer Sanierung geworben und dafür die Unterstützung vom Minister erhalten hatte.

Alt gegen neu

Der dritte und zugleich letzte Bauabschnitt hatte es noch in sich. Dazu musste der alte Bettentrakt einem dreigeschossigen Neubau mit 27 modern ausgestatteten Patientenzimmern weichen. Neu gestaltet wurde zudem die Eingangshalle mit Leitstelle und Patientenaufnahme. Auch hier hatten effiziente Betriebsabläufe Priorität. Das Untergeschoss beinhaltet künftig ein neues Labor, Therapieräume, Umkleiden und ein Speiseraum für die Mitarbeiter sowie die gesamte Haustechnik. Allein in diesem Bauschritt wurden rund 9,7 Millionen Euro investiert. Im davor liegenden zweiten Abschnitt betrugen die Gesamtkosten 10,7 Millionen Euro.

Steigende Patientenzahlen

Die Festgäste waren aber nicht nur vom jetzigen baulichen Ist-Stand begeistert. Positiv vermerkten sie auch den Verweis auf die zuletzt jährlich steigenden Patientenzahlen der Kreisklinik. (spr)
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