Kampf gegen Flutpolder

Der Widerstand gegen mögliche Flutpolder-Standorte südlich der Donau wächst. Nun hat sich die Bürgerinitiative „Rettet das Donauried“ formiert. Bei der Gründungsversammlung stellte sie vier Kernforderungen vor. Unterstützt wird der Zusammenschluss unter anderem vom Landtagsabgeordneten Johann Häusler (Freie Wähler).

Ziel sei es, gemeinsam das Interesse am Fortbestand der bestehenden Strukturen im Donauried zu vertreten, so die Gruppierung in einer Pressemitteilung. Im Mittelpunkt stehe vor allem der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Tier. Weiter richtet die Initiative ihre Bestrebungen gegen eine Störung des Gleichgewichts der örtlichen Ökologie. Zudem tritt sie dafür ein, dass „im Donauried auch in Zukunft geeignete Bedingungen zum Betrieb von Landwirtschaft erhalten bleiben und vorhandenes Privateigentum seinen grundgesetzlichen Schutz erfährt“.
„Rettet das Donauried“ wird von drei gleichberechtigten Sprechern geführt. Dazu wählte die Gründungsversammlung Martin Öfele, Hubert Mayer und Thomas Frick. Das Amt des Schatzmeisters hat Andrea Frick inne. Ludwig Mayer fungiert als Schriftführer.
In der Pressemitteilung nennt die Initiative mehrere Kernforderungen. „Hochwasserschutz beginnt bei den Zuflüssen, hier müssen die ersten Maßnahmen einsetzen“, heißt es darin. Weiter setzt sich die Gruppierung
für die Etablierung eines intelligenten Staustufenmanagements ein sowie für die mit dem Ausbaggern von Sedimenten verbundenen Potenziale.
Die Initiative sieht für den Hochwasserschutz zuerst die staatlichen Grundstücke in der Pflicht. Als Beispiele dafür nennt sie Auwälder und Bundeswehrübungsplätze. Der Zugriff auf Privateigentum sei hinten anzustellen, betont sie. Bei Riedstrom-Überschwemmungen seien Entschädigungen zu leisten.

Keine Polder

Fazit der Gruppierung: „Keine Polder im Landkreis, weder im Norden, noch im Süden.“ Allein durch den Riedstrom habe der Landkreis Dillingen bereits 22 Prozent der HQ100 Wassermengen (100-jährliches bis rechnerisch höchstes Hochwasser, die Red.) aufgenommen. „Dies reicht“, meint die Initiative kategorisch.
Unterstützung erhält die neue Bürgerinitiative von prominenter Seite. „Die Bemühungen, die Ökologie und Landwirtschaft auch südlich der Donau zu erhalten und vor den jüngsten Plänen der bayerischen Staatsregierung zu schützen, unterstütze ich aus voller Überzeugung“, so der Landtagsabgeordnete auf der Gründungsversammlung. (spr)
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