Mack fordert Schrell heraus

Hermann Mack (Bild) geht in den Ring: Er ist bei den Landratswahlen im Dillinger Land im März 2016 Gegenkandidat von Leo Schrell. Foto: pm

Die großen Parteien im Landkreis wie CSU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD haben abgewinkt. Sie alle verzichten bei der Landratswahl am Sonntag, 6. März 2016, auf einen eigenen Kandidaten. Dennoch geht Amtsinhaber Leo Schrell (Freie Wähler) nicht allein ins Rennen. Herausforderer ist Hermann Mack (Bächingen) von den Republikanern (REP). Er wurde von der Versammlung seiner Partei mit klarem Ergebnis nominiert.

Nach dem überzeugenden Votum gab sich Mack kämpferisch: „Ich freue mich auf das Duell mit Leo Schrell.“ Seine Nominierung sei, nach dem Verzicht anderer Parteien, auch für die Demokratie wichtig.
Hermann Mack wartet für den Wahlkampf mit einem Drei-Punkte-Paket auf. So haben nach seinen Worten die gegenwärtige Asylkrise, die Überschwemmungsproblematik in der Region und der Abbau der Landkreis-Verschuldung Priorität.
Vor allem in der Asylkrise will Mack „klare Kante“ zeigen. Er spricht sich gegen eine „Parallelgesellschaft“ und „sozialen Unfrieden“ aus. Die Asylentwicklung nennt er „fatal“. Er tritt in der Flüchtlingsfrage für schnelle und effiziente Lösungen ein.
Weiter ein Dorn im Auge ist dem REP-Kandidat die Vernichtung von Lebensraum im Landkreis durch die Flutpolder. Die geplanten Flutpolder entlang der nordschwäbischen Donau würden einen unzureichenden Hochwasserschutz und zudem eine Gefährdung für die Natur und Umwelt darstellen, verdeutlicht er.

Gegen hohe Verschuldung

Mack macht auch klar, dass es mit der Finanzlage des Landkreises so nicht weitergehen könne. Dabei kritisiert er die „extrem hohe Verschuldung“. Dieser will er „dringend und unmissverständlich entgegen wirken“.
Neben diesem Drei-Punkte-Paket will er sich vor allem auch für die Landwirtschaft stark machen. Er spricht in diesem Zusammenhang von einem „Terror, der gegen die örtliche Landwirtschaft ausgeübt wird“. Er meint damit unter anderem die Sperrung der B16 für Traktoren und die Biber, die mit ihren Verbissschäden für die Bauern eine Plage darstellen. Hier müsse Abhilfe geschaffen werden.
Hermann Mack machte zuletzt als Spitzenkandidat der Republikaner zur Europawahl 2014 von sich Reden. Der Jahrgang 1953 ist gelernter Bäcker und als selbstständiger Medizinischer Fußpfleger tätig. Er ist seit 1989 bei den Republikanern und seit 1996 Kreisrat. 2014 wurde er vom Bayerischen Innenministerium für langjähriges Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung ausgezeichnet.

Erfolgreicher Amtsinhaber

Macks Gegenkandidat ist Leo Schrell. Dieser fungiert seit 2004 als Landrat. Damals wurden Neuwahlen fällig, als Amtsinhaber Dr. Anton Dietrich plötzlich verstarb. Schrell wechselte nach einer parteiinternen Niederlage gegen Georg Winter von der CSU zu den Freien Wählern, auf deren Wahlvorschlag er sich im ersten Wahlgang gegen Georg Winter und Bernd Steiner (SPD) durchsetze.
Bei der Landratswahl 2010 holte Schrell 83,67 Prozent der Wählerstimmen. Seine Mitbewerberin Bettina Merkl-Zierer (Bündnis 90/Die Grünen) kam lediglich auf 16,33 Prozent. (spr)
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