Mit Ehrennadel ausgezeichnet

Bürgermeister Willy Lehmeier zeichnete Christiane Glungler mit der Silbernen Ehrennadel der Stadt Wertingen plus Urkunde aus. Foto: Stadt Wertingen

Viele Jahre lang hatte sie die Städtepartnerschaft zwischen Wertingen und Fère-en-Tardenois mit Leben erfüllt. Nun erhielt Christiane Glungler dafür von der Stadt Wertingen die Silberne Ehrennadel verliehen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Bürgermeister Willy Lehmeier im Rahmen der Generalversammlung des örtlichen Partnerschaftsvereins.

Glungler habe nicht nur hervorragende Arbeit geleistet, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Verständigung der Menschen geleistet, meinte das Stadtoberhaupt in seiner Laudatio. Dies sei über alle Sprachhindernisse und Ländergrenzen hinweg erfolgt.
Die Geehrte gehörte 1989 mit zu den Gründungsmitgliedern des Städtepartnerschaftsvereins. Von 1991 bis 2014 führte sie dann als erste Vorsitzende den Verein. In dieser langen Zeitspanne fanden unter ihrer Führung viele Menschen beider Städte zusammen. Es entstanden persönliche Beziehungen. Durch dieses Miteinander wuchs zudem kontinuierlich das Verständnis füreinander.
Dass dies am Anfang kein Selbstläufer sein würde, wusste Christiane Glungler.
Immerhin standen sich Deutschland und Frankreich zwischen 1870 und 1945 in drei Kriegen gegenüber und nicht zuletzt deshalb sprachen beide Länder von einer „Erbfeindschaft“. Darüber hinaus hinterließen der verheerende Erste und Zweite Weltkrieg in Frankreich wirtschaftlich und demografisch tiefe Wunden. Doch die politischen Veränderungen in Europa brachten den beiden Ländern neue Möglichkeiten und Perspektiven.

Begegnungen und Freundschaften

„Durch die Städtepartnerschaft zwischen Wertingen und Fère-en-Tardenois entstanden viele Begegnungen und dauerhafte Freundschaften“, resümierte Lehmeier. Dabei habe die Geehrte eine sehr wichtige Rolle gespielt.
Unter ihrer Ägide fanden zahlreiche Vereine beider Städte zueinander. Jugendliche und Erwachsene besuchten sich gegenseitig. Ausstelllungen von Künstlern wurden durchgeführt. Der Platz vor dem Collège in Fère-en-Tardenois wurde in „Place de Wertingen“ und eine Straße in Wertingen in „Fère-Straßé“ umbenannt.
Unter Christiane Glungler gab der Verein auch die Bewerbung bei der Robert-Bosch-Stiftung für bürgerschaftliches Engagement in deutsch-französische Städte- und Gemeindepartnerschaften ab. Der Verein wurde daraufhin für seine rührige Tätigkeit 2004 mit einer Ehrenurkunde belohnt.
2014 verzichtete Glungler auf eine weitere Kandidatur als Vorsitzende. Im gleichen Jahr schied sie auch als SPD-Stadträtin und Kulturreferentin der Stadt aus. Nach wie vor gilt ihr Einsatz jedoch für den Wertinger Kulturstammtisch.

Vollkommend überraschend

Die Überreichung der Silbernen Ehrennadel kam für Christiane Glungler übrigens nach eigenen Worten „vollkommen überraschend“. Einer der Beweggründe für ihr Engagement bei der Städtepartnerschaft sei „die interessante Arbeit mit netten Menschen“ gewesen, informierte sei. (spr)
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