Mit voller Kraft voraus

Die Stadt Wertingen geht den Hochwasserschutz mit Nachdruck an. Im Frühjahr soll dazu ein tragfähiges Konzept vorliegen. Foto: privat

Mit voller Kraft will die Stadt den Hochwasserschutz sowohl für den Stadtkern als auch Roggden und Geratshofen voran bringen. Bis zum kommenden Frühjahr soll dazu ein Vorschlag vorliegen. Dieser bietet dann die Basis für eine Bürgerbeteiligung. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

Bürgermeister Willy Lehmeier verspricht die Präsentation eines in sich stimmigen Konzepts. „Darüber kann dann diskutiert werden“, betont er. Zudem können in den Entwurf im Laufe des Planungsprozesses noch Verbesserungen eingebracht werden.
Das Stadtoberhaupt gesteht auch, dass es nicht ganz einfach gewesen sei, alle Wünsche zu berücksichtigen. Das zeige auch die lange Vorbereitungszeit, meinte er. „Und die Tatsache, dass beim letzten Gespräch auf Arbeitsebene gleich drei Planungsbüros neben städtischem Bauamt und dem Liegenschaftsamt beteiligt waren.“
Von Seiten des Stadtrats nahmen Wirtschaftsreferent Alfred Schneid und Umweltreferent Ludwig Klingler teil. Entscheidend werde die fachliche Beurteilung durch das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth sein, das die Machbarkeitsstudie in Auftrag gibt, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Stadt erwartet hohe Zuschüsse

Die Stadt hofft, den wichtigen Hochwasserschutz nicht alleine stemmen zu müssen. Die Kommune erwartet dafür vom Staat Zuschüsse in Millionenhöhe.
Die Kommune betont, dass zahlreiche Belange unter einen Hut gebracht werden müssen. Als Beispiele dafür nennt sie neben der Hochwasserfreilegung bewohnter Gebiete auch wasserbautechnische Erfordernisse sowie den Natur- und Landschaftsschutz. Darüber hinaus seien künftige Straßen- und Bebauungsplanungen, der Grundwasserschutz und die Sicherung der Abwasserbeseitigung im Überflutungsfall zu berücksichtigen. Doch diese Kriterien sind längst nicht alles: Das gesamte Projekt müsse noch in einem vertretbaren finanziellen Rahmen bleiben, so die Teilnehmer unisono.
Einig sind sich auch alle Entscheidungsträger darin, dass es keinen immensen Arealverbrauch geben dürfe. Grundstücke sollen nur im unbedingt erforderlichen Umfang in Anspruch genommen werden, so die Pressemittelung.

Zufriedenstellende Lösung anvisiert

Um dies auch tatsächlich zu verwirklichen, sind die ursprünglichen Pläne für größere Polder bei Roggden vom Tisch. „Eingegangene Anregungen von Triebwerksbetreibern und Anliegern wurden bereits im jetzigen Stadium in die Konzeptüberlegungen miteinbezogen“, verdeutlicht der Bürgermeister.
Trotz aller Details zeigt sich das Stadtoberhaupt optimistisch. „Mit einem Kompromissmodell mit geringer Tieferlegung des Zusamkanals, Retentionszonen, niedrigen Mäuerchen im Bereich der Kanalstraße und weiteren Maßnahmen nördlich der Wohnbebauung werden wir zu einer zufriedenstellenden Lösung kommen“, ist sich Lehmeier sicher. (spr)
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