Ruf nach Transparenz

Die CSU-Kreistagsfraktion unter ihrem Vorsitzenden Dr. Johann Popp fordert einen ausführlichen Bericht zur Flüchtlingssituation im Dillinger Land. Foto: privat

Die CSU-Fraktion im Kreistag hat Landrat Leo Schrell aufgefordert, einen umfassenden Bericht zur Asylbewerbersituation im Dillinger Land vorzulegen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Christsozialen hervor.

Dabei solle nicht die Asylpolitik in Deutschland allgemein diskutiert werden, ergänzt Fraktionsvorsitzender Dr. Johann Popp (Wertingen). Auf sie habe der Landkreis ohnehin keinen Einfluss. Im Vordergrund solle ausschließlich die Lage im Landkreis und die Anforderungen der nächsten Wochen und Monaten im Vordergrund stehen, so Popp weiter.

Die CSU erwartet neben aktuellen Zahlen zu den im Landkreis lebenden Asylbewerbern und der zur Verfügung stehenden Unterkünften vor allem auch Ausführungen zur Sicherheitslage im Landkreis und den Bemühungen zur Integration. Außerdem will die Fraktion Näheres zu den Kosten, die der Landkreis bis jetzt aufwenden musste, wissen, wie sich die Kostenerstattung darstelle und wie eine Überforderung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte möglichst vermieden werden könne.

Unverzichtbar

Dabei wertet die CSU-Kreistagsfraktion in der Medienmitteilung „den vorbildlichen Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, der Helferkreise, der sozialen Einrichtungen und der Kirchen bei der Unterbringung, Betreuung und Integration der Asylbewerber im Landkreis als unverzichtbar“.
Nur durch die eindrucksvolle Hilfsbereitschaft und Solidarität bei der Bewältigung dieser großen humanitären Aufgabe sei es bislang weitgehend gelungen, dass Asylbewerber im Dillinger Land ein Leben in Würde führen können, ist Fraktionsvorsitzender Popp, überzeugt. Wie die täglichen Berichte erkennen lassen, ergänzt Popp, sei der Höhepunkt der Flüchtlingswelle noch nicht erreicht. „Deshalb ist es unerlässlich, die Helferkultur im Landkreis zu stärken.“ Sonst sei der zunehmenden Herausforderung nicht wirksam zu begegnen.

Die Aufnahme von Asylbewerbern sieht Popp als eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die der Landkreis auch durch den unersetzlichen, ehrenamtlichen Einsatz großer Teile der Bevölkerung bislang bewältigt habe.
Mit dem angeforderten Bericht zur Asylbewerbersituation könne Transparenz hergestellt und eine objektive Information der Öffentlichkeit ermöglicht werden, meint die CSU. (spr)
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