Stadt bejaht Elektromobilität

Ladestationen oder Stromtankstellen für Elektroautos und -fahrräder unterstützen entscheidend die Elektromobilität in einer Stadt. Das hat auch Wertingen erkannt. Foto: RWE

Die Stadt Wertingen unterstützt die Energiewende und den Klimaschutz durch die Förderung der Elektromobilität. Diesen Beschluss fasste der Stadtrat bei einer Gegenstimme.

Weiter votierte das Gremium mehrheitlich dafür, dass sich die Stadt vor allem an der Aktion „Flächendeckende E-Mobilität“ im Rahmen des „European Energy Award“ des Landkreises Dillingen und des „Schwäbischen Informationszentrums für regenerative Energien“ beteilige. Mehr noch: Die Stadt errichtet in Verbindung mit einem Energieversorger eine Stromtankstelle beziehungsweise Ladestation für Elektroautos und -fahrräder.
Die Beschlüsse gingen auf die Anträge der Stadtratsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und CSU/CSW zurück. Beide Fraktionen plädierten darin, in Wertingen die Energiewende durch Förderung der Elektromobilität unter die Arme zu greifen. Sie appellierten an die Stadtverwaltung, Ladestationen auf öffentlichen Plätzen der Stadt zu prüfen und einzurichten.
Bürgermeister Willy Lehmeier führte dazu aus, dass er in dieser Sache bereits mit dem Landratsamt Dillingen in Kontakt sei. Der Landkreis beabsichtige, ein landkreisweites Konzept zu erstellen. Die Energieunternehmen seien vom Landkreis gebeten worden, sich Gedanken über eine Realisierung zu machen.

Vorbildfunktion

Elektromobilität gewinnt für die Infrastruktur immer mehr an Bedeutung. Sie geht mit der Energiewende – zwar langsam, aber sicher – Hand in Hand. Experten bezeichnen sie als ein wichtiger Baustein nachhaltiger Stadtentwicklung.
In diesem Zusammenhang seien Kommunen wichtige Multiplikatoren bei der flächendeckenden Verbreitung der Elektromobilität, so die Landesagenturen für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie. Ihre Begründung: Indem sie einerseits die Rahmenbedingungen für Mobilität gestalten und andererseits Mobilitätsangebote selbst nutzen, seien Städte und Gemeinden zentrale Akteure auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität und hätten Vorbildfunktion. Dies erfordere allerdings Maßnahmen unter anderem bei der Elektrifizierung von Fahrzeugflotten sowie dem Aufbau und Betrieb von Ladeinfrastrukturen.
Der von den beiden Stadtratsfraktionen zitierte „European Energy Award“ gibt dabei wiederum Antworten auf die Frage, wie sich kommunale Energiearbeit optimieren und erfolgreich umsetzen lasse. Hinter dem Award steht ein vielfach erprobtes Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren.

Tourismus miteinbeziehen

Grüne-Stadtrat Ludwig Klinger wies darauf hin, dass bei dem Landkreiskonzept auch der touristische Bereich miteinbezogen werden solle. Er wünschte insbesondere für Übernachtungsgäste und Gastronomie die Schaffung einer Verknüpfung mit der Elektromobilität.
Ins gleiche Horn stieß Alfred Schneid (CSU). Auch er sprach sich für die Unterstützung der Landkreisinitiative aus.
Peter Seefried (BIW) erklärte dagegen, dass er gegen den Antrag stimmen werde. Aus seiner Sicht könnten auch andere Energiemöglichkeiten genutzt werden. (spr)
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