Wasserversorgung wird zeitgemäß

Läuteten den Baubeginn des neuen Hochbehälters im Wertinger Ortsteil Gottmannshofen ein: (von links) Norbert Brunner, Wassermeister Stadt Wertingen, Stadtbaumeister Anton Fink, Bürgermeister Willy Lehmeier sowie Projektleiter Jürgen Schneider, Bauleiter Axel Jaud und Paul Thiel. Im Hintergrund ist noch das alte Wasserhaus zu sehen. Foto: Link/Stadt Wertingen
 
Die Einhausung des neuen Hochbehälters wird aus Stahlbeton erstellt. Davor kommt eine hinter lüftete Holzfassade. Illustration: Schneider-Leibner Ingenieurgesellschaft

Die Wasserversorgung der Wertinger Ortsteile Bliensbach, Gottmannshofen und Reatshofen wird auf neue Beine gestellt. Dazu wird ein neuer Hochbehälter in Gottmannshofen errichtet (wir berichteten). Damit sei die Wasserversorgung in den drei Stadtteilen für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt, meinte Stadtbaumeister Anton Fink beim jetzigen Baubeginn.

Mit großer Mehrheit hatte der Stadtrat seinerzeit den Hochbehälterbau auf der Anhöhe im Süden Wertingens beschlossen. Untersuchungen des Augsburger Ingenieurbüros Schneider-Leibner hatten ergeben, dass der Hochbehälter im Süden von Gottmannshofen nicht mehr zeitgemäß sei. Unter anderem stellten die Experten ein zu geringes Speichervolumen fest.
Derzeit findet dort mit der alten Anlage ein frequenzgeregelter Einzel- und Parallelbetrieb mit einer Förderleistung von 7,5 Litern pro Sekunde statt. Die maximal mögliche Fördermenge beträgt 10,4 Liter pro Sekunde mit einem Wirkungsgrad von 50 Prozent.
Mit der Neuerrichtung liegt die maximale Förderleistung höher. Dann beträgt sie rund 9,7 Liter pro Sekunde je Pumpe im Einzelbetrieb mit einem Wirkungsgrad von 53 Prozent. Der Neubau umfasst zwei Edelstahlbehälter mit einem Volumen von je 450 Kubikmetern. Die Einhausung wird aus Stahlbeton erstellt. Davor kommt eine hinter lüftete Holzfassade.
Beim Baubeginn gab sich Stadtbaumeister Anton Fink optimistisch „Im Notfall könnten mit den beiden Stahltanks auch noch Geratshofen und Wertingen versorgt werden“, meinte er.

Blick in die Zukunft

Überhaupt habe man sich bei den Bedarfsplanungen nicht nach dem augenblicklichen Status quo gerichtet, sondern bewusst weit in die Zukunft geblickt: „Unser aktueller maximaler Tagesbedarf an Trinkwasser inklusive der Reserve für Löschwasser und der erforderlichen restlichen Mindestfüllmenge liegt für diesen Versorgungsbereich bereits bei 700 Kubikmeter.“ Eine weitere Reserve von 200 Kubikmeter sei jetzt für die zukünftige Weiterentwicklung der zu versorgenden Stadtteile ebenfalls berücksichtigt worden, machte Fink aufmerksam.
Der Neubau des Hochbehälters resultierte auf verschiedene Gründe. Fink nannte dazu die baufällige, noch Mitte der 1960er-Jahre entstandene Gebäudesubstanz der alten Anlage. Zudem reiche das damals ermittelte Wasservolumen von je 250 Kubik pro Becken für heutige Verhältnisse nicht mehr aus, so der Stadtbaumeister. So habe sich der Stadtrat entschlossen, neu zu bauen statt zu sanieren. „Hätte man jetzt nicht gleich neu gebaut, hätte man dennoch einen zusätzlichen Behälter mit rund 400 Kubikmeter errichten müssen“, fügte er hinzu.

Stattliche Ausmaße

Der neue Hochbehälter hat stattliche Ausmaße. Seine Abmessungen belaufen sich auf 24 Meter Länge und rund 12,4 Metern Breite. Die Höhe beträgt 11,50 Meter. Für das Projekt werden rund 1,45 Millionen Euro investiert, davon schlagen allein die beiden Edelstahlbehälter mit rund 500.000 Euro und die maschinentechnische Ausrüstung mit 100.000 Euro zu Buche. Wenn alles nach Plan läuft ist das Projekt Ende November fertiggestellt.
Und was passiert mit dem alten Hochbehälter, der direkt neben dem neuen Bauwerk liegt? Der werde nach Inbetriebnahme der neuen Wasserversorgung demontiert und abgerissen, teilte Fink mit. Und auf noch etwas wies der Stadtbaumeister hin: Die Investition werde für die Endverbraucher keine Erhöhung der Wasserpreise mit sich bringen. (spr/ulha)
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