Wertingen: Innenstadt wird immer schöner

Bürgermeister Willy Lehmeier (links) übergibt Moritz Deubler den Sanierungsvertrag, den dieser mit der Stadt Wertingen abgeschlossen hat. Das Papier ermöglicht Steuervorteile für sanierungswillige Hausbesitzer. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Stadt Wertingen bietet ihren innerstädtischen Hausbesitzern mit einem vom Bund geförderten Steuersparmodell einen Anreiz zur Sanierung ihrer alten Gebäude.

Ein vom Bund gefördertes Steuerabschreibungsmodell macht es möglich: Mit ihm werden Gebäude in der Wertinger Innenstadt peu à peu grundsaniert und damit schöner und attraktiver. Die Stadt trage das Ihre dazu bei, geht aus einer Presseerklärung der Kommune hervor.

Die Stadt hat ein bestimmtes Areal im Innenstadtbereich zum Sanierungsgebiet deklariert. Die Entscheidung dazu traf der Stadtrat bereits 2009. Um in den Nutzen des Steuersparmodells zu kommen, ist eine sogenannte Sanierungsvereinbarung zwischen der Stadt und dem Hausbesitzer notwendig.

Worum geht es konkret? Für Baumaßnahmen in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet können nach dem Einkommensteuergesetz erhöhte Abschreibungen in einem Zeitraum von zwölf Jahren geltend gemacht werden - nämlich acht Jahre bis zu neun Prozent und vier Jahre bis zu sieben Prozent.

Bemessungsgrundlage dafür sind die Herstellungskosten der begünstigten Baumaßnahme. Um die erhöhten Absetzungen in Anspruch nehmen zu können, wird allerdings eine Bescheinigung der Stadt benötigt.


In enger Kooperation mit Stadt

Deshalb funktioniert das Modell nur in enger Kooperation mit Stadtbauamt und Kämmerei. Ersteres ermöglicht den Eigentümern nach Absprache, bauliche Mängel zu beheben. Bei letzterer Abteilung sind nach Abschluss der Baumaßnahme die Rechnungen einzureichen. "Nach gründlicher Prüfung erhält der Bauherr von uns eine Bescheinigung über eine Sonderabschreibung in Höhe der Baukosten", erklärt Kämmerer Matthias Freier das Prozedere. Die Bescheinigung sei dann mit der nächsten Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Freier rät aber, sich bei diesem Steuerabschreibungsmodell unbedingt von einem Steuerberater beraten zu lassen.

In neuem Gewand

Mittlerweile wurden mit diesem Steuersparmodell bereits neun alte Gebäude in der Innenstadt saniert, unter anderem das Jugendhaus, das Restaurant Gänsweid und das Café Isa's. Das zehnte - ein Geschäfts- und Wohnhaus gegenüber dem Kino - werde gerade in Angriff genommen, freut sich Bürgermeister Lehmeier.

Bei dem jetzigen Sanierungsgebiet im Innenstadtbereich soll es nicht bleiben. Wie Lehmeier mitteilt, sollen weitere Areal hinzukommen. Als Beispiel nennt er die Gegend um den Ebersberg.
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