Wertingen: Verkehr soll raus aus der City

Auf dem Gelände mit der Halle der früheren Firma Pohltec an der Donauwörther Straße soll der künftige Bauhof der Stadt Wertingen entstehen. Foto: privat

Neben dem barrierefreien Umbau des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes will die CSU-Stadtratsfraktion in Wertingen im kommenden Jahr auch dem Hochwasserschutz, der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt und dem Ausbau des Bauhofs an der Donauwörther Straße Priorität einräumen.

Nachdem seit dem gewaltigen Hochwasser 1985 überlegt werde und kürzlich Planungen vorgelegt worden sind, gelte es nun, an die Realisierung des Hochwasserschutzes zu gehen, forderte Stadtrat Alfred Schneid bei der letzten Sitzung der CSU-Fraktion im Gasthaus Zum Hirsch an der Schulstraße.
Schneid erinnerte mit seinen Worten an die kürzlich durchgeführte Präsentation der neuesten Pläne der Stadt. Darin wurde die ursprüngliche Idee, Polder im Bereich Geratshofen und zwischen Wertingen und Roggden zu errichten, wieder verworfen. Nun soll die Zusam auf einem Streckenlauf von einem Kilometer tiefer gelegt und aufgeweitet werden. Um dies zu verwirklichen, sollen Wälle und niedrige Wände entstehen.
Diese neuen Hochwasserschutzpläne schlagen nach einer Kostenschätzung mit rund vier Millionen Euro zu Buche. Die zuvor angedachten Polder hätten wesentlich mehr, nämlich circa zehn Millionen Euro, gekostet.

Schutzmaßnahmen ausweiten

Positiv wertete Bürgermeister Johann Bröll die Initiative von Bürgermeister Willy Lehmeier. Das Stadtoberhaupt will mit den Landwirten vor Ort Gespräche über den Maisanbau führen. Dies sei der richtige Ansatz, um die Verstopfung von Regenüberlaufbecken bei heftigen Regengüssen zu vermeiden, meinte Bröll.
Stadtrat Rudi Vogler bat um eine Ausweitung der Schutzmaßnahmen. Ihm zufolge sollen auch die Zuflüsse und die Stadtteile miteinbezogen werden. Die jüngsten Starkregenfälle hätten gezeigt, dass auch früher als sicher eingeschätzte Bereiche tatsächlich gefährdet seien, verdeutlichte er.

Mehr Parkflächen um den Stadtkern

Großes Augenmerk will die CSU-Fraktion zudem auf die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt legen. Um den Marktplatz von Verkehr zu entlasten, plädierten die Stadträte unisono für die Schaffung von Parkflächen rund um den Stadtkern. Dieses Konzept habe sich bewährt, so Ortssprecher Franz Stepan.
Als nächster Schritt, so die CSU weiter, sei der Ausbau der Freifläche an der Dillinger Straße notwendig. Dort soll nach Auffassung der Christ-Sozialen ein Parkplatz für Besucher und Kunden aus der südlichen und westlichen Nachbarschaftsregion entstehen.
Als wichtig erachtete hier Stadtrat Josef Stuhler, die Dauer der kostenlosen Parkzeiten zu differenzieren. Nur so könne gewährleistet werden, dass die Parkplätze in der Innenstadt nicht durch „Dauerparker“ blockiert würden, meinte er.
Vorantreiben will die CSU-Fraktion darüber hinaus den Ausbau des Bauhofs an der Donauwörther Straße. Das Projekt erfahre seine Priorität vor allem wegen der Notwendigkeit, dass im bisherigen Bauhof an der Dillinger Straße dann der erforderliche Raum für die Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden kann. (spr)
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