Wertinger Haushalt: Schulden weiter auf Talfahrt

Gute Nachrichten aus dem Wertinger Rathaus (Bild): Die Stadt erwartet zum Jahresende eine bessere Finanzlage als ursprünglich angesetzt. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Bürgermeister Willy Lehmeier und Kämmerer Matthias Freier haben sich viel vorgenommen. Bis zum Jahresende wollen sie den Schuldenstand der Stadt auf unter zwölf Millionen Euro senken. Bei der letzten Stadtratssitzung stellte der Kämmerer bei einem weiteren positiven Einnahmeverlauf eine Verschuldung von 11,9 Millionen Euro im Kernhaushalt in Aussicht.

Freier erläuterte ausführlich die Finanzlage der Stadt zum Ende des dritten Quartals. Dabei ging er ausführlich auf Teilbereiche ein. Wie aus den Zahlen leicht erkennbar, habe sich die bereits seit einiger Zeit abzeichnende positive Steuereinnahmeentwicklung verfestigt, betonte er. Der Schuldenstand könne zum Jahresende wohl wesentlich stärker abgebaut werden als geplant, so der Kämmerer.

Da die Wirtschaft in vielen Teilen brummt, sprudeln auch verstärkt die Gewerbesteuereinnahmen. So hatte Freier diesen Steuersektor vor einem Jahr noch mit 5,915 Millionen Euro angesetzt. Zum Jahresende können es nun 7,12 Millionen Euro Einnahmen werden.

Davon profitieren auch die Gesamtsteuereinnahmen. So wurden mit 12,636 Millionen Euro angesetzt. Jetzt rechnet die Stadt mit rund 14,35 Millionen Euro.
Positives auch bei der Einkommensteuerbeteiligung. Die geplanten 4,35 Millionen Euro werden sich wahrscheinlich auf 4,74 Millionen Euro erhöhen. Das ist dann sogar ein höherer Betrag als in 2014. Damals schloss die Einkommensteuerbeteiligung mit 4,647 Millionen Euro ab. Eine starke Bewegung nach oben gibt es wahrscheinlich auch beim Gesamthaushalt. Hier veranschlagte der Kämmerer 19,1 Millionen Euro für den Verwaltungshaushalt und 15,1 Millionen Euro für den Vermögenshaushalt, also insgesamt einen Gesamtetat in Höhe von 34,2 Millionen Euro. Nun könnte eventuell die 40-Millionen-Euro-Marke geknackt werden.

Gutes ist auch von der Zinslast zu berichten. Mussten 2014 dafür noch knapp 410 000 Euro berappt werden, konnte heuer die Zinszahlung auf 351 000 Euro gesenkt werden.

Für 2016 sieht Prognose noch besser aus. Dann soll sie bei 271 000 Euro liegen. Die Stadt befindet sich derzeit in der glücklichen Lage, dass sie Schulden abbauen und zugleich kräftige Investitionen tätigen kann.

Die Gesamtinvestitionen sind mit rund 13,1 Millionen Euro beziffert. Im letzten Jahr waren es nur 9,6 Millionen und 2013 gar nur 3,2 Millionen Euro. (spr)
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