Bildsäule in neuem Glanz

Gereinigt mit neuem Gittertürchen und restauriertem Kreuz ist die Bildsäule „Maria im Rosengarten“ nun wieder ein Schmuckstück . Foto: Erwin Hörmann

Die Bildsäule steht in Steinekirch im Holdergrund links auf dem Weg zum Wolfsberg. Auf das Entstehungsjahr 1664 weist die im Fuß des Kleinods eingemeißelte Inschrift hin. In den vergangenen 350 Jahren haben nun Wind und Wetter arge Spuren hinterlassen. Für Erwin und Marianne Kastner aus Steinekrich war der marode Zustand des Denkmals Anlass genug, in Absprache mit dem Markt Zusmarshausen eine Renovierung auf eigene Kosten durchzuführen.

So wurden von der beauftragten Restauratorin zu Sommerbeginn an der gesamten Oberfläche Staub, Schmutz, Moos und Flechten entfernt, die Grotte gründlich gereinigt und auch die Mutter Gottes Statue. Dabei kamen alte Farbtöne, die irgendwann überstrichen worden waren, zum Vorschein. Diese wurden bei den Restaurierungsarbeiten an Figur und Gewölbe wieder neu verwendet. Auch ein neues nach alter Handwerkskunst geschmiedetes Gittertürchen wurde angebracht. Das oben thronende eiserne Kreuz wurde ebenfalls restauriert.

So beeindruckt die Säule wieder als Schmuckstück mit neuer Ausstrahlung zwischen zwei mächtigen Linden, die im Jahre 1890 vom Landwirt Thomas Eisele gepflanzt worden sein sollen. Etwa seit dieser Zeit soll die Bildsäule nach mündlichen Überlieferungen im Holdergrund stehen. Das Oberteil soll als ehemaliger Altaraufsatz von der Feldkapelle Steinekirch stammen. In dieser Form hatte die Bildsäule schon seit langem Dorfbewohner immer wieder inspiriert, für ihren Erhalt zu sorgen. Der damalige Mesner Albert Gemeinhardt hatte schon um das Jahr 1965 mit Spenden vom Jagdpächter und der politischen Gemeinde den Platz von Gestrüpp befreit und die vorhandenen Stützmauern sowie eine Ruhebank und eine kleine Treppe unter Mithilfe von Sebastian Eisele und seiner Ehefrau Gisela anbringen lassen. Die Segnung wurde damals von Geistlichem Rat Johann Kusterer vorgenommen.
1994 hatte der Feuerwehrverein Steinekirch unter Vorstand Josef Zott das ganze Ensemble gereinigt, die Inschrift wieder erneuern lassen, den Platz gepflastert und einen kleinen Zugangsweg angelegt.

Im vergangenen Jahr hatte der Markt Zusmarshausen den Sockel aus Nagelfluh instand-setzen lassen. Es bleibt zu hoffen, dass die Fürsorge um das Marienbild weiterhin ein waches Anliegen in den Herzen der Menschen bleibt und dieses so den Zeiten standhalten kann.

Im Namen des Marktes Zusmarshausen bedankt sich auch Bürgermeister Bernhard Uhl ganz herzlich für das ehrenamtliche Engagement von Erwin und Marianne Kastner zum Wohle der Bevölkerung von Steinekirch und allen, die an der Bildsäule zum Gebet innehalten. (oh)
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