Seehofer hatte keine Zeit für Zusmarshausener Bürgermeister

Staatssekretär Gerhard Eck (links) und Bürgermeister Bernhard Uhl (rechts) bei der Übergabe des Schreibens des Marktes Zusmarshausen. Foto: pm

Wegen Gesprächen über die Bahnbrücke Gabelbachergreut war Bürgermeister Bernhard Uhl im Bayerischen Innenministerium. Ortstermin wegen Lärmbelästigung durch A8 soll kommen.

Einen Gesprächstermin beim Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer bekam Zusmarshausens Bürgermeister Bernhard Uhl nicht, obwohl er bereits im November darum ersuchte, um über die Bahnbrücke Gabelbachergreut zu reden. Aber Staatssekretär Gerhard Eck nahm sich Zeit für ihn.

Anwesend bei diesem Gesprächstermin war ein Vertreter der Obersten Baubehörde, der bereits im August 2014 von Bürgermeister Uhl über die Sachlage informiert wurde. Uhl nahm die Gelegenheit wahr und erläuterte Staatssekretär Eck die Sachlage an der Bahnlinie bei Gabelbachergreut. Eck zeigte Verständnis für das Anliegen des Marktes, verwies aber auf den Bundesverkehrswegeplan, der zur Zeit erarbeitet wird

Der Vertreter der Obersten Baubehörde wies darauf hin, dass es Ziel sei, Städte wie München, Augsburg, Ulm und Stuttgart im Halbstundentakt zu erreichen. Dies sei mit einer Ertüchtigung der bisherigen Strecke aufgrund der Vielzahl von Bahnhöfen und dem parallel verlaufenden Güterverkehr kaum machbar, was für eine Neubaustrecke entlang der Autobahn sprechen würde. Jedoch erscheint die Realisierung der Neubaustrecke schwierig zu sein in Bezug auf Umsetzung, Kosten und Machbarkeit. Der Abwägungsprozess findet derzeit beim Bundesverkehrswegeplan statt.

Eck verweis auf die lange Frist des Bundesverkehrswegeplanes und die Finanzierung von Großprojekten. Insofern könne er keine schnelle Lösung in Aussicht stellen. Dennoch sei jetzt die richtige Zeit, um auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Eck sagte Uhl ein offizielles Antwortschreiben des Ministeriums zu. Der persönliche Referent des Staatssekretärs verwies auf die Prüfung von Fördermöglichkeiten beim Brückenbau.

Fazit des Ersten Bürgermeisters nach diesem Termin: "Es stellt sich immer mehr heraus, dass es nicht unrealistisch ist, dass die Bahnstrecke bei Gabelbachergreut optimiert wird. Ob der zeitliche Verlauf aber auch dazu führt, dass beide Bahnbrücken nicht mehr gebaut werden müssen, ist offen und kann erst nach Inkrafttreten des Bundesverkehrswegeplanes sachgerecht beurteilt werden. Dazu tragen zu einem großen Teil die Rückmeldungen aus dem Bundesverkehrsministerium und den politisch Verantwortlichen bei."

Schulwegsicherheit


Uhl nutzte - wie schon bei seinen Terminen in Berlin und München - auch hier die Gelegenheit, das Anliegen der Eltern aus Zusmarshausen bezüglich der Sicherheit an den Bahnhöfen Diedorf und Dinkelscherben beim Besuch des neuen Gymnasiums in Diedorf weiterzugeben. Eine Antwort dazu von Seiten der Obersten Baubehörde sei bereits in Arbeit. Allerdings wird angemerkt, dass die Bahnsteige wohl den Vorschriften und Richtlinien entsprechen.

Uhl sprach auch das Problem mit dem Lärmschutz an der Autobahn A8 bei Streitheim an. Staatssekretär Eck verwies hier auf den Planfeststellungsbeschluss, in dem die zulässigen Werte beziffert seien, nachträgliche Änderungen seien schwierig. Eck sagte die Teilnahme eines Verantwortlichen aus der Obersten Baubehörde für einen Termin in Streitheim zu. Uhl plant dazu zeitnah ein Treffen mit weiteren zuständigen Behörden und Bürgern aus den an die Autobahn angrenzenden Ortsteilen des Marktes.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.