Zusmarshausen: Zukunft gemeinsam gestalten

Zusmarshauser Bürger bringen ihre Ideen ein, um den Ort lebenswert zu erhalten und zu machen. Foto: pm


Kürzlich begrüßte Bürgermeister Bernhard Uhl etwa 70 Bürger zu einer Auftaktveranstaltung, um sich bei den Fachplanern Susanne Moser-Knoll aus Nördlingen und Dr. Manfred Heider aus Augsburg über den aktuellen Stand der Fortschreibung des "Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK)" für den Hauptort der Marktgemeinde Zusmarshausen zu informieren. Marktbaumeister Thorsten Völk stellte den Wettbewerb zum Rathausumfeld vor.

Im ISEK geht es um die künftige nachhaltige Sicherung der Lebensqualität, die Entwicklung von Bevölkerung, Handel und Wirtschaft, die Ortsmitte, Grün und Freiraum, Wege und Netze. Susanne Moser-Knoll und Dr. Heider haben die Schwächen, Stärken und Potenziale der Gemeinde analysiert und erste Ziele zur Weiterentwicklung des Ortes erarbeitet: Von der Ortsrandeingrünung, Ortseingänge, Nutzung und Sanierung leerstehender Gebäude, Neuanlage von Wegeverbindungen, Entschärfung von Gefahrenstellen, mögliche Flächen zur baulichen Nachverdichtung bis zur besseren Anbindung der ehemaligen Zusamklinik an den Ort reichen die Maßnahmen.

Die Bürger diskutierten anschließend mit den Fachplanern und entwickelten eigene Vorschläge für Fuß- und Radwege, Querungshilfen und Freizeitbereiche.

Sie wiesen auf Konflikte hin wie die Zufahrtssituation zum neuen Kindergarten, Parkprobleme sowie gefährliche Kreuzungen. Im Mittelpunkt vieler Gespräche stand die Ortsmitte:

Wo ist eigentlich unsere Ortsmitte? Wie können wir sie lebendig und attraktiv gestalten? Was brauchen wir hier an Nutzungen? Wie gehen wir mit dem Rathausplatz um? Wie halten wir die Geschäfte in der Ortsmitte? Von der Aktivierung leerstehender Gebäude, Cafés, Außengastronomie bis zum Wochenmarkt und Raum für junge Menschen reichten die Vorschläge. Auch künftige Baustrukturen wurden angesprochen: Verdichtet bauen oder Neubaugebiete für Einfamilienhäuser ausweisen?

Eines wurde bereits deutlich: Die Zusmarshauser leben gerne hier, sind stark verbunden mit ihrer Gemeinde und der schönen Umgebung. Die kulturelle Vielfalt, die vielen Vereine werden als Plus gesehen.

In der Bürgerwerkstatt werden zentrale Ideen und Vorschläge konkret an Plänen und Fotos bearbeitet. Neue Ideen sind willkommen. Mögliche Themen: Lebendige Ortsmitte, Ortsbild, Ortseingänge, Umgang mit Freiraum, Rad- und Fußwegenetze, Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit.

"Die Zukunft für Zusmarshausen zu gestalten geht nur mit den Bürgern. Ihr Know-how, ihr Wissen über den Ort, ihre täglichen Erfahrungen vor Ort sind unerlässlich für Fachplaner und Gemeinde - das hat schon die Auftaktveranstaltung gezeigt", so Moderatorin Ursula Ammermann aus München.

Die nächste Bürgerwerkstatt "Leben in Zusmarshausen" ist am Samstag, 24. Juni, von 14 bis 18 Uhr im Festsaal St. Albert.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt und nur für angemeldete Teilnehmer. (pm)
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