Eine Zeitreise durch das Bäckerhandwerk – vom Fladen zum Backshop im Discounter

Gartenbauvorstand Petra Lohwasser (2.v.r.), KSV-Vorstand Helmut Lenzgeiger (4.v.r.) und die Mitglieder des Festausschusses Erna Stegherr-Haußmann (r.), Thomas Ohnheiser (2.v.l.) und Ludwig Lenzgeiger (3.v.l.) mit Gerhard Bönisch (l.), der den Ofen organisiert hatte. (Foto: Corinna Harke)

Im kommenden Jahr feiert Adelsried sein tausendjähriges Bestehen. Im August 2019 findet deshalb ein großes Fest im Dorfkern statt und die Vereine und der Festausschuss befinden sich schon mitten in den Vorbereitungen. Im Rahmen derselben wurde der historische Ofen des Gartenbauvereins "eingebacken".

Am vergangenen Sonntag lag die Geschichte in Adelsried nur so in der Luft. Nicht allein fand die Veranstaltung des Vorprogramms zum großen Fest "Adelsried EINTAUSEND" in der ehemaligen Bahnstation der Gemeinde Adelsried statt, die von der Zeit zeugt, als noch eine Eisenbahn und nicht die Autobahn das Dorf mit dem Umland verband. Sondern auch der Geruch von frischem Brot und Rahmflecken zeugte von der "guten alten Zeit".

Denn der Gartenbauverein, der Krieger- und Soldatenverein und die Mitglieder des Festausschusses hatten zum Brotbacken geladen und die kleinen Vinschgerl wurden in einem historischen Gußofen, den die Firma Wiedemann (Altenmünster) zur Verfügung gestellt hatte, gebacken. Die zahlreich erschienen Besucher wurden dabei nicht allein mit frischem Brot, sondern auch mit leckeren Aufstrichen sowie schließlich Rahmflecken verwöhnt.

Eine Zeitreise durch die Geschichte des Brotes und der Bäckerei

Auf Informationstafeln konnten sich die Gäste in die Geschichte des Brotes einlesen und in einem alten Backtrog waren verschiedene Getreidesorten zu bestaunen.
Zwar stammt die Kunst des Brotbackens ursprünglich aus dem alten Ägypten, aber natürlich spielte auch vor tausend Jahren in Bayern dieses einfache und schmackhafte Grundnahrungsmittel eine bedeutende Rolle. Es war und ist bis heute eng verbunden mit der Landwirtschaft, die für Adelsried stets prägend war, sowie mit dem Bäckerhandwerk.

So machte auch diese Veranstaltung wieder ganz im Sinne des Festmottos eine Zeitreise:
Die Besucher konnten erfahren, wieviele Ressourcen für nur einen Laib Brot notwendig sind, und wie aufwändig dessen Herstellung ist. Ebenso wurde direkt vor Ort gezeigt, wie mühsam allein das Backen der Laiber in einem historischen Ofen ist. Im Vergleich mit dem schnellen Einkauf beim Supermarkt wurde klar, welche Entwicklung das Handwerk und der Alltag durchlaufen haben.

Die zukünftigen Betreiber der „Hofstelle Bahnhäusle“, der Gartenbauverein und der Krieger- und Soldatenverein, konnten dabei die Möglichkeit nutzen, ihre Hofstelle vorzustellen und die ersten kulinarischen Möglichkeiten auszutesten.
Denn der Brotofen bleibt bis zum Fest im August 2019 stehen und alle Besucher können sich somit schon auf viele Köstlichkeiten freuen.

Der Dank des Festausschusses gilt allen Helfern, Bäckern und insbesondere auch dem Bonstetter Bäcker Martin Egger für die technische und fachliche Hilfe.
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