"Hopfen und Malz, Gott erhalt's": Braugenuss wie 1516

Der Festausschuss genießt am Brauort einen kühlen Schluck. V.l.: Joachim Wiech, Erna Stegherr-Haußmann, Thomas Ohnheiser, Ludwig Lenzgeiger und Anton Rittel (Foto: Corinna Harke)

Was wäre ein Fest ohne ein feines Bier für die Gäste? Wohl kaum der Rede wert.
Damit beim großen Fest Adelsried EINTAUSEND für die Gäste bester Biergenuss garantiert ist, feuerte der Festausschuss beim Stadelbräu in Adelsried die Kessel an. Das Interesse war groß.


Bereits um 9:00 Uhr begann Brauer Anton Rittel, der mit seinem "Stadelbräu" bereits seit Jahren die Adelsrieder mit Hopfensaft versorgt, den Sud zu bereiten. Über zahlreiche Stationen fertigte er auf der Basis bester Zutaten aus unserer Region eine Festbiersorte für das große Fest in Adelsried. Hopfen, Malz und Wasser, das sind die Hauptbestandteile eines jeden Bieres und je nach Zusammensetzung und Brauprozess ergibt sich hieraus eine Vielzahl an unterschiedlichen Sorten, so auch das dunkle, schmackhafte Festbier.

Dabei ist das Brauen heute nicht allzu verschieden davon, wie unsere Vorfahren schon ihr Bier herstellten. Abgesehen von neuen technischen Apparaturen, die die früher schwere körperliche Arbeit erleichtern, ist der Brauvorgang heute im Kern so wie vor 500 Jahren geblieben. Im Jahr 1516 nämlich erließen die bayerischen Herzöge das berühmte Reinheitsgebot, das die Inhaltsstoffe von Bier bis zum heutigen Tage festschreibt und damit gleichbleibend hohe Qualität des bayerischen Bieres garantiert.

Selbstverständlich war es beim Brautermin so auch von höchster Wichtigkeit, sich von der Qualität des Bieres durch Kostproben zu überzeugen und die zahlreichen Gäste wurden nicht enttäuscht. Bei einem Schluck Bier erfuhren sie vom Brauer die Einzelheiten des komplizierten Geschäftes und zur Mittagszeit gab es zudem eine deftige Brotzeit, die bekanntlich zum Bier ebenso nicht fehlen darf.

Zur offiziellen Verkostung des Festbieres sind zu Beginn des Festjahres alle Bürger ganz herzlich eingeladen. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Sonntag, dem 13. Januar, wird das gereifte Bier angezapft und kann in gemütlicher Dorfrunde genossen werden.
Der alte Dankesspruch wird dann wieder besonders aktuell: "Hopfen und Malz, Gott erhalt's."
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