Fernverkehrsausbau: CSU-Ortsverbände unterstützen die Schwaben-CSU

Die Adelsrieder CSU, vertreten durch den Fraktionschef Ludwig Lenzgeiger (rechts), stärkt dem Abgeordneten Hansjörg Durz (links), dem Landrat Martin Sailer und der schwäbischen CSU um Markus Ferber bei der Trassendiskussion den Rücken.
 
Christian Weldishofer, CSU-Vorsitzender in Zusmarshausen und Kreisrat, sieht keine Möglichkeit, eine Trasse entlang der A8 überhaupt zu realisieren.
"Für die akademischen Diskussionen am Reißbrett findet sich in unseren Gemeinden nirgends Verständnis", stellt Ludwig Lenzgeiger, CSU-Fraktionschef im Adelsrieder Gemeinderat und Mitglied der schwäbischen CSU-Bezirksvorstandschaft, zu den derzeit erneut aufkeimenden Debatten um eine ICE-Strecke entlang der A8 fest. Er sei als Bürger und als Kommunalpolitiker in ständigem Austausch mit den A8-Betroffenen, so Lenzgeiger weiter, und die Vorstellung, man könne nach chinesischem Modell durch die Landschaft eine Strecke ziehen, sei schlechthin nicht vermittelbar. Jede vermeintliche "Ergebnisoffenheit" sei hier lediglich ein frommer Wunsch, denn die Realisierung stünde völlig außerhalb der Wirk-lichkeit. "Auch zu viel Fantasie kann dem Fortschritt im Wege stehen", so der Kommunalpolitiker.
Die räumlichen Begebenheiten entlang der A8, der Bau der Adelsrieder Umgehung, die Natur entlang der Strecke und vor allem die Bewohner der Ortschaften, all diese Faktoren machten bereits jetzt deutlich, dass dies nicht realisierbar sei und massiven Widerstand mit sich brächte, ist auch die Ansicht von Christian Weldishofer, Zusmarshauser CSU-Vorsitzender und Kreisrat. "Jeder Cent, der in solche Planungen investiert wird, wäre besser in anderen Bereichen der Bahn angelegt. Solche Pläne landen nämlich ganz gewiss in der Schublade, allerdings ohne jemals wieder ans Tageslicht zu kommen" mahnt Weldishofer an.

Einigkeit im Landkreiswesten: Zukunft liegt im Bestandsausbau

Nach gemeinsamer Absprache kommen die westlich entlang der A8 gelegenen CSU-Ortsverbände Zus-marshausen, Altenmünster, Welden, Bonstetten und Adelsried einhellig zu der Überzeugung, dass der Ausbau der Bestandsstrecke zu unterstützen ist und die einzig realistisch umsetzbare Variante für einen Ausbau der ICE-Strecke darstellt. Damit stärken die Christsozialen im westlichen Augsburger Land dem Vorsitzenden der CSU-Schwaben Markus Ferber, dem Augsburger Landrat Martin Sailer und dem Bun-destagsabgeordneten Hansjörg Durz den Rücken, die sich alle für eine Stärkung der Bestandstrecke ausgesprochen hatten. Zudem sind die Vertreter der Ortsverbände der Überzeugung, dass der 30-Minuten-Takt zwischen Augsburg und Ulm auch mittels des Ausbaus der Bestandsstrecke erreicht wer-den kann.

Ein klares "Ja" zur gemeinsamen Verbesserung der Bahnverbindung

"Wir sind keine Verkehrsgegner, ganz im Gegenteil. Wir sind für einen schnellen, effizienten und nach-haltigen Ausbau der Bahnstrecke. Zugleich möchten wir aber weder, dass das flache Land die Züge nur noch vom Vorbeifahren kennt, sondern dass es angebunden wird. Noch sind wir der Ansicht, dass ein Vorschlag, der den Bewohnern der Region, über die hier verhandelt wird, in keinster Weise vermittelbar ist, uns in naher Zukunft eine Fernverkehrsverbesserung bringen wird", so Jasmin Berchtold, stellvertre-tende CSU-Vorsitzende und Marktgemeinderätin in Welden.
Die Zukunft des Bahnverkehrs in Schwaben von der Belastung des westlichen Landkreises abhängig zu machen, das spalte bereits jetzt Stadt und Land, gibt Berchtold zu bedenken. Eine Verbesserung für alle Menschen von Augsburg bis Ulm könne man nur gemeinsam erreichen und die Einigung der schwäbi-schen CSU auf den Bestandsausbau ist ein erster Schritt dorthin, so Ludwig Lenzgeiger abschließend.
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