Aufbruchsstimmung beim Tennisclub Adelsried

Die Vorstandschaft ist wieder komplett und sogar größer als zuvor. Dr. Michael Raschke (4. v.l.) und sein Team.

Adelsried. Am vergangenen Wochenende fand die Jahreshauptversammlung des Tennisclubs Adelsried im Vereinsheim statt. Im vergangenen Jahr konnte nur ein kommissarischer Vorstand bestimmt werden und die Aussichten waren düster. Jetzt herrscht beim Verein Aufbruchsstimmung.

„Es weht wirklich ein ganz frischer Wind in unserem Verein. Was sich seit der Sitzung im letzten Jahr getan hat ist bemerkenswert“, so der kommissarische Vorstand Dr. Michael Raschke.

Dr. Raschke steht wieder an der Vereinsspitze

Raschke war im vergangenen Jahr nicht mehr zur Wiederwahl angetreten, um den Verein „wachzurütteln“. Das abnehmende Engagement der Mitglieder und die ausbleibende Unterstützung für seine Arbeit hatten ihn verärgert, weshalb er damit ein Zeichen setzen wollte. Bei der diesjährigen Sitzung fiel das Resümee nun völlig anders aus.
„Ich stehe nun wieder zur Wahl zur Verfügung, weil sich wirklich etwas getan hat. Wir haben die Vorstandschaft erweitert und haben Pläne für die Zukunft. Die Jugendarbeit läuft wieder. Unser Patient atmet wieder“, diagnostizierte der pensionierte Arzt Raschke zuversichtlich.
Die Versammlung, zu der zahlreiche Mitglieder erschienen waren, wählte unter Anleitung des Wahlleiters Ludwig Lenzgeiger nach dem engagierten Vortrag Raschkes den kommissarischen Vorstand dann auch wieder zum ordentlichen Vorsitzenden. Erweitert wird sein bereits bestehendes Team nun um Werner Scharnowski als Sportwart, der die Turniere und den Spielbetrieb plant, um Daniel Utz als Jugendwart, der die Jugendarbeit koordiniert, sowie um Markus Scherer und Gabi Mayer als Beisitzer. Matthias Steinhard wurde als stellvertretender Kassenprüfer bestimmt.

Für die Zukunft gibt es viele Pläne und Aufgaben

Der Wahl vorausgegangen war eine umfassende Präsentation der Planungen der Vorstandschaft für die Zukunft, die Werner Scharnowski darlegte. Der Sportwart berichtete dabei unter anderem über das erfolgreich gestartete Kindertraining, zu dem regelmäßig über 15 Kinder kommen, über die Verpflichtung des neuen Trainers, der fortan den Mitglieder und Tennis-Interessierten zur Verfügung steht, die neu gestaltete Internetseite sowie bevorstehende Veranstaltungen, mit denen die Vorstandschaft den Tennissport in Adelsried wieder attraktiv machen möchte. So findet beispielsweise am 6. Mai ein Tag der offenen Tür des Vereins statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Dort kann mit mehreren Trainern in den Tennissport hineingeschnuppert werden, unabhängig von Alter und Können, und die Adelsrieder können den Verein kennenlernen. Außerdem findet wieder regelmäßig die Mittwochsrunde statt, bei der sich alle Mitglieder ab 18:00 Uhr auf der Anlage ohne Anmeldung zum freien Spielen treffen können.

Die Angliederung des Tennisclubs an den Sportverein ist den Vereinen ein Anliegen

Einen breiten Raum nahm auch die Planung zur Eingliederung des Tennisclubs in den Sportverein ein. Der Sportvereinsvorsitzende Werner Endres erklärte der Versammlung die Position der Vorstandschaft das SV Adelsrieds, die die enge Zusammenarbeit mit dem Tennisclub schätzt und die Angliederung als Abteilung an den Hauptverein unterstützt. Die beiden Vorstandschaften hätten bereits intensive Gespräche geführt und seien einhellig für eine Zusammenlegung der Vereine. „Wir müssen alte Vorurteile aufgeben und unseren Blick auf die Zukunft richten. Wir möchten ein Sportzentrum mit einem vielfältigen Angebot für die Adelsrieder schaffen. Die Sportvereine haben nur eine Zukunft, wenn wir uns zusammentun und zusammenarbeiten. Wir freuen uns darauf und sind bereit unsere Arbeit einzubringen“, so Raschke zum Vorhaben. Finanzielle Bedenken im Zusammenhang mit der Angliederung des Clubs an den Sportverein konnte in seinem Vortrag Schatzmeister Helmut Kaiser entkräften. So hat der Verein im letzten Jahr über 3000 Euro Gewinn gemacht und konnte seine Verbindlichkeiten um diesen Betrag reduzieren. Damit setzt sich die jahrelange konstante Tilgung fort und es bestätige sich, so Kaiser, „dass der TCA ein grundsolider und finanziell gesunder Verein ist.“

Die Sitzung schloss Raschke mit einem Appell: „Wir sind auf einen guten Weg und man spürt die Aufbruchsstimmung im Club. Ich danke allen in der Vorstandschaft herzlich für ihren großen Einsatz. So macht die Arbeit Freude. Nun ist es an den Mitgliedern, dass wir den Schwung nutzen und den Tennissport in Adelsried wieder zu einer echten Hausnummer machen.“
Für dieses Vorhaben konnte der zweite Bürgermeiser Karl Mayer die Unterstützung der Gemeinde zusagen und dankte für das Engagement des Vereins im Dorfleben. Die Vereine seien die Lebensader der Kommune, die es noch stärker als bisher zu unterstützen gelte, wenn gemeinschaftliches Zusammenleben gelingen solle, so Mayer.
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