Drei auf einen Streich

Giengen an der Brenz: Margarete Steiff Museum | Drei sehr interessante Ziele in Baden Württemberg steuerten die Frauen des KDFB Bezirk Dinkelscherben an.
Das erste Ziel war in Giengen an der Brenz das Steiff Museum. Hier wurden die Frauen über das Leben von Margarete Steiff informiert, die im Alter von 18 Monaten an Kinderlähmung erkrankte. Die Krankheit verhinderte nicht, dass sich Margarete Steiff zu einem fröhlichen Kind mit überdurchschnittlichen Noten und großem Organisationstalent entwickelte. 1877 eröffnete sie ein Filzgeschäft. Aus dem Laden entwickelte sich ein kleines Unternehmen mit mehreren fest angestellten Näherinnen. 1879 entdeckte Margarete Steiff in einer Modezeitschrift das Schnittmuster eines Elefanten und fertigte mit ihren Näherinnen zwei Säcke voll mit Nadelkissen in dieser Form. Die „Elefäntle“ waren ein voller Erfolg.1892 erschien der erste illustrierte Steiff-Katalog. Neben Elefanten gehörten auch zahlreiche andere Tiere wie Hunde, Katzen und Pferde zum Sortiment. Im Katalog befand sich auch das Motto Margaretes: „Für Kinder ist nur das Beste gut genug“.
Nach diesen Informationen tauchten die Frauen u. a. bei einem animierten Rundgang in Ihrer Kindheit ein. Sie begleiteten KNOPF u. FRIEDA auf Ihrer Reise durch die Welt und auf der zauberhaften Suche nach 3000 verschwundenen Teddybären.
Über Zukunftsmöglichkeiten in der Landwirtschaft erfuhren die Frauen dann in Frickingen im Q-Hof der Familie Raunecker. Dort werden 300 Rinder gehalten und man kann vom Q-Kaffee durch eine verglaste Wand direkt in den Stall zu den Kälbern und trächtigen Kühen sehen. Hier wurden verschiedene Käse probiert und der selbstgebackene Kuchen genossen.
Wie viel man über den Anbau von Chicorée wissen muss und wie viel Arbeit dahinter steckt erzählte dann Herr Josef Wöller bei einer Betriebsbesichtigung auf seinem Hof. Chicorée ist ein vergleichsweise "junges Gemüse". Früher wurde aus den Wurzeln ein Kaffeesurrogat gebrannt, der Bohnenkaffeeersatz für die "armen Leute". Um 1845 entdeckte der Chefgärtner Brèzier des Brüsseler Botanischen Gartens in einem dunklen Hauskeller zufällig Zichorienwurzeln, die im Dunkeln nochmals zu treiben begonnen hatten. Diese Triebe erwiesen sich als außerordentlich schmackhaft. Chicorée ist vielseitig verwendbar, ob roh, gekocht, süß oder herzhaft. Er ist sehr gesund u. a. entgiftet die Gemüsesprosse und hilft so gegen Verdauungsstörungen. Die Frauen durften eine Chicoréesuppe probieren.
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