Radweg verbindet die Landkreise Augsburg und Günzburg

Mit dem Durchschneiden des blauweißen Bandes wurde der Radweg zwischen Baiershofen und Rechbergreuthen an der Landkreisgrenze von den Vertretern der Behörden und beteiligten Unternehmen offiziell eröffnet. Am Band sind (von links) Matthias Hurler, Kling Consult, Franz Steppich, Kreisrat, Stefan Kappeller, Kling Consult, Karl Oberschmid, Bgm. Winterbach, Alfred Sauter, MdL, Johannes Kranzfelder, Bernhard Walter, Bgm. Altenmünster, Georg Winter, MdL, Martin Sailer, Landrat, Simone Riemenschneider-Blatter, St
Altenmünster: Altenmünster |

Gemeinschaftsprojekt erfährt feierliche Segnung

Der erste Radweg der Gemeinde Altenmünster in den Landkreis Günzburg, der die Ortsteile Baiershofen und Rechbergreuthen verbindet, ist zwar schon einige Wochen fertiggestellt, die feierliche Segnung und Eröffnung fand nun am vergangenen ersten Adventssamstag statt.
Bereits Ende 2014 begannen die Planungsüberlegungen, um die Lücke von circa 2.300 Metern zwischen den beiden Orten über die Landkreisgrenze hinweg zu schließen. Umso erfreuter zeigte sich Bernhard Walter, Bürgermeister der Gemeinde Altenmünster, dass er nach einer relativ kurzen Bauzeit von knapp sechs Monaten eine große Anzahl von Gästen an dieser reizvollen Ecke des Naturparks Augsburg Westliche Wälder zu diesem Festakt begrüßen konnte. Gekommen waren neben dem Landrat und Bezirkstagspräsidenten Martin Sailer, der stellvertretenden Günzburger Landrätin Simone Riemenschneider-Blatter, den Landtagsabgeordneten Georg Winter und Alfred Sauter auch mehrere Vertreter der beteiligten Behörden und Gemeinden.
Alle Wünsche und Planungen sind nutzlos, wenn nicht der wichtigste Teil in diesen Überlegungen, nämlich die Grundstücksbesitzer mitspielen, betonte Walter in seinem Grußwort. Bei diesem Projekt war die Bereitschaft vorhanden, zwei Kilometer südlich bei der Verbindung von Neumünster nach Landensberg fehlt diese Zustimmung leider noch.
Radfahren wird immer interessanter und wird noch weiter zunehmen, merkte Landrat Martin Sailer an, deshalb ist es wichtig, die vorhandenen Lücken im schon großen Radwegenetz noch zu schließen. Radwege verbinden Orte, bedeuten aber auch ein hohes Maß an Sicherheit für Radfahrer und Spaziergänger, merkte die stellvertretende Landrätin Simone Riemenschneider-Blatter an.
Auf den Radwegen treffen viele unterschiedliche Verkehrsteilnehmer, Fußgänger, Radfahrer mit und ohne Strom, aber auch landwirtschaftliche Fahrzeuge aufeinander, stellte Landtagsabgeordneter Georg Winter fest. Er würde diese Wege deshalb künftig sogar auf drei Meter verbreitern, stößt dabei aber mit dieser Meinung noch auf politischen Gegenwind. Johannes Kranzfelder von der ausführenden Baufirma widersprach dieser Überlegung. „Vielleicht gibt es in 50 Jahren gar keine Autos mehr und die Radfahrer können die Straßen nutzen“, meinte er ironisch aufgrund der klimapolitischen Entwicklung.
Nach der Segnung der Pfarrer Winfried Prinz, kath., und Peter Gürth, ev., fasste der Bürgermeister der Gemeinde Winterbach, Karl Oberschmid nochmals die Zahlen des Gemeinschaftswerkes zusammen. Rund 4,3 Kilometer beträgt die Gesamtlänge des Radweges. Etwa 3,4 Kilometer befinden sich im Landkreis Günzburg, 900 Meter im Landkreis Augsburg. Dort ist am Ortsrand von Baiershofen im gleichen Zug auch eine Querungshilfe an der Kreisstraße entstanden. Die Kosten für den Radweg belaufen sich auf insgesamt 1,5 Millionen Euro, etwa 1,1 Millionen entfallen auf die Gemeinde Winterbach, 410000 Euro auf die Gemeinde Altenmünster. 70 – 75 Prozent erwarten die beiden Kommunen an Zuschüssen vom Freistaat und von den Landkreisen.
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