Schmutziger Sieg bei herbstlichen Temperaturen

Am 12. Spieltag der Bezirksliga Schwaben Nord standen sich der SC Altenmünster und der TSV Aindling gegenüber, für die es beide ein wichtiges Spiel war. Für den SCA stand nach der 6:1-Schlappe von vor drei Tagen gegen den SV Holzkirchen Wiedergutmachung auf dem Programm, der TSV hingegen wollte nach dem 6:0-Erfolg gegen die TSG Thannhausen und der davor stattgefundenen dreiwöchigen Zwangspause aufgrund des Todes von Mathias Jacobi endgültig wieder zurück in die Spur finden.

In der ersten Hälfte war jedoch schon ersichtlich, dass die rund 150 Zuschauer keine große Fußballkunst zu sehen bekommen sollten. Altenmünster beschränkte sich auf das Verteidigen des eigenen Strafraumes, tat dies auch mit dem Biss, der gegen Holzkirchen noch gefehlt hatte und erspielte sich gelegentlich die ein oder andere Torchance, wie zum Beispiel direkt in der ersten Minute durch Sebastian Mayer. Aindling wiederum hatte trotz der durchaus vorhandenen Qualität im Angriff Mühen sich in der Hälfte des Gegners festzusetzen, kam aber dennoch ebenfalls zu ein paar wenigen Möglichkeiten. Allgemein waren die meisten Aktionen der beiden Teams nur Stückwerk, schön anzusehen war die Partie nicht. Es entwickelte sich ein enges Match, das zumeist im Mittelfeld stattfand, doch um ein Haar wären die Gäste kurz vor der Pause in Führung gegangen. Denn der schwankende Schiedsrichter Daniel Rosenberger von der TSG Stadtbergen versuchte in einer undurchsichtigen Aktion im Sechzehner der Altenmünsteraner den Überblick zu behalten und entschied auf indirekten Freistoß, nachdem ein Spieler den Ball gesperrt hatte. Auch die nachträgliche Ansicht mittels des bereitgestellten Livestreams konnte die Szene nicht zweifelsfrei auflösen, höchstwahrscheinlich ging dies jedoch von einem Aindlinger Spieler aus und stellte somit eine Fehlentscheidung dar. Genutzt hat das allerdings nichts, denn der Schuss aus fünf Metern von Simon Knauer wurde zum Eckstoß geklärt. In der 58. Minute stand erneut der Referee und sein Gespann im Mittelpunkt, als die Hausherren das Spielgerät auch nach mehreren Versuchen nicht entschieden aus dem Gefahrenbereich entfernen konnten und eine darauffolgende Flanke vor den Füßen von Kapitän Patrick Modes landete, welcher den Ball aus abseitsverdächtiger Position über die Linie drückte. Alle Proteste brachten nichts ein, der SCA musste selbst ein Tor schießen, was an diesem Tag die größte Schwäche der Zusamtaler war. Denn in der Spitze fehlte dem Heimteam ein schneller und torgefährlicher Spieler, wie es zum Beispiel der verletzte Patrick Pecher ist. Der stattdessen eingesetzte Luka Mitrovic machte seine Sache zwar gut, schirmte die Zuspiele auf ihn gekonnt ab und verteilte sie weiter, doch fehlte ihm die Spritzigkeit, um selbst einmal bedrohlich vor dem Tor aufzutauchen. Dazu mussten viele Akteure von Altenmünster, insbesondere in der Schlussphase, aufgrund der dünnen Personaldecke mit ungewohnten Positionen vorlieb nehmen. In der Schlussphase warfen diese trotzdem noch einmal alles nach Vorne, selbst Torwart Kevin Abold hielt es nicht mehr im eigenen Kasten aus, ohne sich jedoch mit dem Ausgleich zu belohnen. Auch die auf die doppelte Länge ausgedehnte Nachspielzeit von drei Minuten brachte das Ergebnis nicht mehr ins Wackeln, die Aindlinger verteidigten zu clever und bekamen in der erwähnten Zuschlagszeit noch einen vermeidbaren Elfmeter zugesprochen, welcher von Abold allerdings klasse gehalten wurde.

Damit sicherte sich der TSV bei typischem Herbstwetter einen wichtigen Sieg, der durchaus in die Kategorie „schmutzig“ aufgenommen werden darf, während der SCA den Abstiegsrängen immer näher kommt. In Aindling steigt am nächsten Wochenende das vor der Saison wohl als Topspiel ausgerufen gewordene Match gegen den FC Ehekirchen, Altenmünster darf am Sonntag zum wichtigen Spiel um den Klassenerhalt beim BC Adelzhausen antreten.
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