Augsburgs Nachbarn erobern die Welt: die Erfolgsstory Adidas

(Foto: depositphotos.com)


Die drei Streifen entpuppten sich als wahre Goldgrube: Heutzutage gibt es kaum einen Star, Instagrammer oder Sportler, der nichts von Adidas besitzt. Kaum ein Musikvideo kommt ohne Stan Smiths, Trefoil oder Schriftzug in Kleinbuchstaben aus. Keine Frage: Die Marke Adidas gehört zu den Global Playern in Sachen sportliche Mode. Dass es soweit kommt, hätten die Gründer Adolf und Rudolf Dassler in den Zwanziger Jahren wohl kaum geahnt. Ihnen ging es im heimischen Herzogenaurach ursprünglich nur darum, gutes Schuhwerk zu kreieren. Wie die Marke dann doch noch zu dem Renner wurde, der sie heute ist? Dieser Artikel klärt auf.

Unharmonische Anfänge

Die Idee zur Schuhmanufaktur kam beiden Brüdern – Adolf und Rudolf. Doch während auf ersterem der Firmenname basiert (Adolf Dassler = Adi Das), findet sich letzterer nirgends wieder. Lag es nur daran, dass „Rudidas“ nicht so pfiffig geklungen hätte? Leider nicht, denn schon bevor sie mit ihrer Marke Dassler überhaupt ihren Durchbruch erleben können, entzweien sich die beiden Brüder. Grund dafür sind Streitigkeiten in Bezug auf die Unternehmensführung. Doch beide haben sich in der Herstellung von Sportschuhen wiedergefunden. Um sein Business weiterführen zu können, gründet der ältere Rudolf Dassler kurzerhand Puma – eine Marke, die nun boomt, es zu seinen Lebzeiten allerdings nie schafft, Adidas zu überholen. Letzteres wird 1949 ein Jahr nach der Puma-Gründung von Adolf Dassler ins Leben gerufen. Und die Streifen? Kommen aus Finnland – sie wurden dort der Marke Karhu abgekauft.

Erst Fußball, dann HipHop: die Marke etabliert sich

Im Jahre 1954 errangen die Deutschen bei der Fußballweltmeisterschaft den Sieg – und zwar in Schuhen von Adidas. Kein Wunder, dass danach die Beliebtheit der Marke gehörig zunahm. Sie wurde auch danach noch lange ausschließlich mit Sport in Verbindung ge-bracht, doch der Aufstieg der HipHop-Kultur in den USA machte dem ein Ende: Größen wie Run DMC sangen sogar über ihre dreistreifigen Treter und inspirierten so ihre Fans, sich modisch an ihnen zu orientieren. Auch heute findet vor allem die Jugend gefallen an den schlichten, sportlichen Designs. Besonders Adidas im Sale ist beliebt und kann auf Seiten wie spot-a-shop.de gefunden werden.

(Fast) bis an die Spitze

Spontan fällt einem nur ein Name ein, der es mit Adidas aufnehmen könnte: Die US-amerikanische Firma Nike dominiert nach wie vor den Markt und ist der größte Sportarti-kelhersteller weltweit. Adidas muss sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben – in Euro-pa ist die Marke jedoch der Platzhirsch. Das sieht man unter anderem auch daran, dass die Fußballtrikots der Nationalelf aus dem Hause Dassler stammen. Heute hat sich die Marke diversifiziert: Es gibt nicht nur Adidas, sondern auch Adidas Originals, Adidas Performance usw., die alle ihr eigenes Markenzeichen haben. Hintergrund dafür ist wohl vor allem, die Bereiche von einander getrennt zu halten und zu vermeiden, dass Negativschlagzeilen über die eine Submarke auf die anderen überschwappt.
Der Anfang in Herzogenaurach war klein und nicht immer von Glück gesegnet – doch das hat Adidas nicht daran gehindert, sich eine rosige Zukunft zu schaffen. Aus der Welt der (sportlichen) Mode ist die Marke jedenfalls nicht mehr wegzudenken.
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