Diese Vorteile bietet das Bauen mit Holz

(Foto: MariaGodfrida@pixabay.com)

Ein Haus aus Holz zu bauen, oder zumindest mit einem entscheidenden Anteil an Holz, liegt seit einigen Jahren wieder im Trend. Der Grund sind diverse Vorteile, die sich daraus ergeben. Welche das sind und wie sie im Verhältnis zu einander stehen, welche Variationen und Alternativen es gibt.

Häuser können aus unterschiedlichen Baustoffen bestehen. Hochhäuser sind in der Regel Stahl- und Stahlbeton-Konstruktionen, Fachwerkhäuser wiederum sind aus Holz und Lehm gemacht. Kalksandstein, Porenbeton, Backsteine oder eben Holz – heutzutage ist der Hausbau divers, alleine schon auf Grund der verfügbaren Materialien.
Leider ist es nicht so, dass man sich als Bauherr später für den Hauptbaustoff entscheidet. Denn auf Basis dieser Entscheidung fußt die gesamte Konstruktion des Hauses. Soll heißen: Ohne eine Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Baustoff wird kein Haus gebaut. Es ist nicht leicht, sich schon ganz am Anfang für einen Weg zu entscheiden, der später nur unter enormem Kostenaufwand wieder verlassen werden kann. Ein flexibler Baustoff ist angebracht, ein Baustoff, mit dem sich viele Konstruktionen realisieren lassen: Hol ermöglicht selbst in der späten Planungs- oder sogar in der Bauphase spontan Änderungen vorzunehmen – ohne, dass die Kosten explodieren.

Vielfältige Konstruktionsmöglichkeiten, schneller Bau

Ein Hauptvorteil von einer Holzbauweise beim Hausbau ist die architektonische Freiheit, die Holz einem bietet. Verstärkt wird das dadurch, dass Holz im Gegensatz zu Beton oder Stein weder aushärten bzw. trocknen noch einzeln gelegt und mit Mörtel zur Mauer gemacht werden muss. Mit vergleichsweise einfachem Werkzeug (Säge, Nägel, Schraube, Holzschutz) kann Holz sowohl als Träger fungieren als auch vollflächig eingesetzt werden. Außerdem ist es relativ leicht.
Übrigens: Selbst große Konstruktionen sind mit Holz kein Problem. Natürlich nicht mehr in Fertigbauweise, weshalb die Kosten hierbei wiederum etwa 10% höher liegen als beim Massivbau.

Günstig dank Fertigbauweise und physikalischer Eigenschaften

Auf Grund der eben erwähnten Eigenschaften ist Holz das Medium der Wahl bei der Bauweise von Teilen für Fertighäuser. Hinzu kommen die physikalischen Eigenschaften von Holz. So dämmt Holz von Natur aus deutlich besser als Beton oder gar Stahl. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist letztlich von der verwendeten Holzart abhängig, liegt allgemein jedoch im Bereich von 0,15 W/(m²K) (Holzrahmenbau) bis 0,5 W/(m²K) (Massivholz).
Betrachtet man die entsprechenden Werte für Stahlbeton (2,33 W/(m²K)) oder Stein (0,64 bis 0,83 W/(m²K)), lässt sich ein Faktor von minimal 1,3 bis maximal etwa 15 errechnen. Letzterer gilt beim Vergleich zu Stahlbeton, ersterer im Verhältnis zu Vollziegeln (Quelle).
Das Bauen mit Holz spart also nicht nur beim Bau kosten, sondern auch später beim Unterhalt bezüglich der Heizkosten.

Nachwachsend, umweltschonend

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Mehr noch: Holz hat eine negative CO2-Bilanz. Das heißt, dass es besonders umwelt- und insbesondere klimafreundlich ist. Denn in Holz ist das CO2, eines der stärksten Treibhausgase, aus der Atmosphäre gebunden, das der Baum zum Wachsen gebraucht hat.

Gutes Raumklima in Verbund mit Lehmputz

Das Raumklima wird maßgeblich durch die Luft bzw. deren Bestandteile bestimmt. Insbesondere die Feuchtigkeit spielt eine tragende Rolle, wie allgemein bekannt ist. Lehmputz und Holz unterstützen ein gesundes Raumklima.

Zusammenfassung

Ein Haus in Holzbauweise ist nicht nur klimaschonend, sondern auch noch günstig und flexibel in der Konstruktion. Im Verbund mit Lehmputz lässt sich ein sehr gesundes Raumklima erzielen. Kurzum: Es gibt nur wenig Nachteile, die gegen das Bauen mit Holz sprechen.
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