Fünf Tipps zum sicheren Tragen von Kontaktlinsen

Um Kontaktlinsen ranken sich diverse Mythen: Sie könnten im Auge verrutschen und hinter den Augapfel gelangen. Sie dürften im Notfall mit Leitungswasser gereinigt werden. Und man dürfe keinesfalls mit ihnen schwimmen gehen. Alles nicht korrekt. Doch es gibt Dinge, die Kontaktlinsenträger tatsächlich beachten sollten.

Auch wenn man immer wieder Berichte liest, denen zufolge Menschen durch Kontaktlinsen schwere Schäden an den Augen davongetragen haben: Wer sich an einige Regeln hält, hat nichts zu befürchten, wenn er auf die kleinen Helferlein zurückgreift.

Tipp 1: Vom Fachmann beraten lassen
Auch wenn es Kontaktlinsen rezeptfrei zu kaufen gibt, sollte man vor dem Kauf einen Optiker aufsuchen, der die Korrekturwerte ermittelt, Hinweise zum korrekten Tragen und zur Reinigung gibt und regelmäßig Folgekontrollen durchführt. Beratung und Sehtest beim Optiker verpflichten übrigens nicht dazu, seine Sehhilfen dort zu kaufen. Fachhändler im Internet bieten Marken-Kontaktlinsen oft günstiger an.

Tipp2: Regelmäßig zur Nachkontrolle gehen
Auch gesunde Augen verändern sich im Laufe der Zeit, sodass irgendwann neue Linsen nötig werden. Träger von harten Linsen sollten einmal jährlich einen Kontrolltermin vereinbaren; Menschen, die weiche Kontaktlinsen bevorzugen, sollten alle sechs Monate einen Spezialisten aufsuchen, selbst wenn sie keinerlei Beschwerden haben.

Tipp 3: Auf die Tragedauer achten
Das stundenlange Tragen von Kontaktlinsen strengt die Augen an. Harte, formstabile Linsen sollte man maximal zehn Stunden tragen, bei Tageslinsen sind auch längere Zeiträume in Ordnung - sogenannte Silikon-Hydrogel-Linsen können sogar bis zu 16 Stunden im Auge verbleiben. In der übrigen Zeit sollte man keine Kontaktlinsen tragen, damit die Augen entlastet werden. Zudem sollte man die Linsen vor dem Schlafengehen immer herausnehmen.

Tipp 4: Linsen regelmäßig und korrekt reinigen
Die Linsen nach jedem Tragen zu reinigen, ist essenziell wichtig. Andernfalls kann es passieren, dass sich Bakterien und Kalkablagerungen auf ihnen bilden und es zu Infektionen kommt. Wichtig dabei ist Hygiene: Es ist unbedingt erforderlich, sich vor dem Einsetzen oder Herausnehmen von Linsen sorgfältig die Hände zu waschen und nie Leitungswasser zur Reinigung zu verwenden. Stattdessen sollte man zu spezieller Reinigungsflüssigkeit greifen und obendrein nicht vergessen, den Kontaktlinsenbehälter von Zeit zu Zeit zu säubern und ihn alle drei Monate zu wechseln.

Tipp 5: Für den Fall der Fälle gerüstet sein
Missgeschicke können im Zusammenhang mit Kontaktlinsen nie ausgeschlossen werden. Beispielsweise kann es passieren, dass die Linse verrutscht, wenn man das Auge berührt, weil es juckt. In manchen Fällen kann sie sogar herausfallen. Für solche Fälle sollte man immer einen Kontaktlinsenbehälter mit frischer Aufbewahrungsflüssigkeit, eine Ersatzbrille sowie Reinigungsflüssigkeit dabeihaben. Das Gleiche gilt, wenn man die Linsen am Arbeitsplatz trägt. Insbesondere beim Arbeiten am Bildschirm ist die natürliche Lidschlagfrequenz nämlich deutlich reduziert, sodass der Tränenfilm im Auge abnimmt und sich die Linse wie ein Fremdkörper anfühlen kann. Dann gilt es zum einen, bewusst häufiger zu blinzeln, und zum anderen, das Auge mit Kochsalzlösung oder Augentropfen zu benetzen.



Bildrechte: Flickr Contact lens case Lee Haywodd CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
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