Jahresabschluss 2018: wichtige Abgabetermine nicht versäumen

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Am 31. Dezember 2018 wird der alljährliche Jahresabschluss zum Ende des Wirtschaftsjahres fällig. Der Geschäftsabschluss, der in Form einer Gewinn-und-Verlust-Rechnung oder einer Bilanz aufzustellen ist, muss bestimmte Angaben enthalten. Nicht jeder Selbstständige ist jedoch zur Buchführung verpflichtet.

Finanzamt fordert fehlende Belege nachträglich an

Rechtlich wird bei der Buchführungspflicht zwischen Einkünften aus selbstständiger Arbeit oder Einkünften aus einem Gewerbebetrieb unterschieden. Gewinne durch Einkünfte aus selbstständiger Arbeit werden anhand einer einfachen Einnahme-Überschuss-Rechnung ermittelt. Zusätzlich kann eine Buchführung erstellt werden, dies ist jedoch nicht verpflichtend. Bei Einkünften aus einem Gewerbebetrieb müssen Kaufleute nach Handelsgesetzbuch (HGB) sowie Gewerbetreibende mit einem Jahresumsatz von mehr als 600.000 Euro oder einem jährlichen Gewinn von mindestens 60.000 Euro Bücher führen. Dazu zählt auch die Lohnbuchhaltung, die ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensbuchhaltung ist. Unternehmer sind verpflichtet, ihren Mitarbeitern vollständige Lohnabrechnungen auszustellen, in denen genaue Angaben über die Höhe von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen enthalten ist. Die Ausstellung einer Lohnabrechnung zählt zu den Rechtsansprüchen der Beschäftigten. Fehler bei der Lohnbuchführung können für das Unternehmen unangenehme Folgen, die mit finanziellen Einbußen verbunden sind, haben. Mit einem Lohnabrechnungsprogramm von lexware.de können Gehaltsabrechnungen steuerrechtlich korrekt ausgestellt werden. Mithilfe der unterschiedlichen Lohnabrechnungssoftware-Funktionen können Unternehmer und Selbstständige die Lohnbuchhaltung vollständig erledigen. Fehlende Belege oder Unterlagen werden durch das Finanzamt nachgefordert oder ein nachzuzahlender Steuerbetrag durch Schätzen ermittelt. Diese Maßnahme, die meist zuungunsten des Betriebs ausfällt, führt zu überhöhten Nachzahlungen. Die korrekte und lückenlose Führung der Bücher muss deshalb oberste Priorität haben. Eine unsachgemäße Buchhaltung und Fehler in der Verwaltung sind in Deutschland jedes Jahr Gründe für zusätzliche Betriebsprüfungen. Fachleute raten deshalb zu einer sorgfältigen Kontrolle des Jahresabschlusses und empfehlen Neulingen, sich ausführlich über die erforderlichen Unterlagen zu informieren. Ohne die Unterschrift des Geschäftsführers besitzt der Jahresabschluss keine Gültigkeit.

Bei Fristüberschreitung drohen Bußgelder

Die Einhaltung aller Fristen wie Aufstellungs-, Feststellungs- sowie Veröffentlichungs-Fristen darf auf keinen Fall versäumt werden, da eine Fristüberschreitung mit teilweise hohen Bußgeldern verbunden ist. Selbstständigen und Kleinunternehmern, die über wenig buchhalterische Fachkenntnisse verfügen, sollten deshalb professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Moderne Online-Rechnungsprogramme, die der Optimierung von Prozessen und der Automatisierung von Arbeitsvorgängen in der Buchhaltung dienen, sind auch auf lexoffice.de zu finden. Die Prüfung eines Jahresabschlusses wird durch einen Wirtschaftsprüfer vorgenommen. Diese Prüfung kann bei Unstimmigkeiten einige Zeit in Anspruch nehmen. Vor der Abgabe der Unterlagen zur Überprüfung sollten diese auf Vollständigkeit und Korrektheit überprüft werden. Fehler im Jahresabschluss müssen durch Umbuchungen entsprechend korrigiert werden. Anschließend werden die Berichtigungen erneut durch einen Wirtschaftsprüfer kontrolliert, um zu vermeiden, dass Hinzuschätzungen durch das Finanzamt vorgenommen werden. Die Behörde geht in Fällen mangelhafter Buchhaltung davon aus, dass Betriebseinnahmen unter Umständen nicht richtig erfasst wurden. Dadurch kommt es zu einer Schätzung der Besteuerungsgrundlage auf Basis der größten Wahrscheinlichkeit. Zu diesem Zweck stehen unterschiedliche Schätzungsmethoden zur Verfügung, wobei die gewählte Methode dem Ziel gerecht werden, aber auch den tatsächlichen Besteuerungsgrundlagen entsprechen muss. Für Unternehmen und Selbstständige können daraus recht hohe Nachzahlungsbeträge resultieren. Allerdings darf das Finanzamt nicht aufgrund fehlender fortlaufender Rechnungsnummern einen Sicherheitszuschlag zum Unternehmensgewinn hinzuschätzen. Für eine Schätzung müssen weitere Voraussetzungen wie falsch oder gar nicht erfasste Einnahmen, ungeklärte Posten auf dem Firmenkonto, fehlende Rechnungen oder unvollständige Buchungsunterlagen erfüllt werden.
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