Karriere im Casino

Croupier ist kein Sackgassenjob, sondern bietet viele Karrieremöglichkeiten. (Foto: nazarovsergey – 791707762 / Shutterstock.com)
 
Statistik: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Glücksspiel- und Wettbranche von 2012 bis 2016. (Foto: Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

Der Weg zu einer Casino-Karriere steht vielen interessierten Bewerbern offen. Dennoch sollten Kandidaten nicht nur Leidenschaft für das Glücksspiel, sondern auch eine ganze Reihe von Fähigkeiten wie Geschicklichkeit mitbringen.

Eine Karriere in einem Casino bzw. einer Spielbank verspricht durchaus Abwechslung und einen spannenden Arbeitsplatz. Was aber die wenigsten wissen, es gibt auch gute Aufstiegschancen und Karrierewege, die ehrgeizige Mitarbeiter einschlagen können. Casinos, bei denen man eventuell einen solchen Weg verfolgen kann, sind z.B. in Bayern vorzufinden:

1. Spielbank Bad Kötzing – Adresse: Untere Au 2, 93444 Bad Kötzing
2. Spielbank Bad Steben – Adresse: Casinoplatz 1, 95138 Bad Steben
3. Spielbank Füssing – Adresse: Kurhausstraße 1, 94072 Bad Füssing
4. Casino Bad Kissingen – Adresse: Im Luitpoldpark 1, 97688 Bad Kissingen

Quelle:https://spielbanken.net/deutschland/bayern/


Wie wird man Croupier?

Streng genommen gibt es keine klassische Ausbildung zum Croupier, wie es bei anderen Ausbildungsberufen üblich ist. Ausbildungskandidaten können aber z.B. Abendkurse bzw. Casino-Kurse besuchen oder eine ausbildungsähnliche Schulung in den Spielbanken selbst durchlaufen. Diese werden zwar nicht bezahlt, dauern dafür allerdings nur zwei bis acht Monate.


Was muss ein Croupier können?

Croupiers müssen eine Reihe von Fertigkeiten mitbringen und vielseitig einsetzen können:

 
Glücksspiele beherrschen: Croupiers müssen nicht nur ein einziges Glücksspiel beherrschen, sondern alle oder zumindest diejenigen, die im betreffenden Casino angeboten werden. Hierbei handelt es sich gemeinhin um Roulette, Poker, Blackjack und Baccara.
Fremdsprachen:   Da es sich bei Casinos und Spielbanken häufig auch um beliebte Touristenziele handelt, sind Fremdsprachenkenntnisse vorteilhaft. Hierzu gehört auf jeden Fall Englisch. Französisch und Italienisch können jedoch ebenfalls hilfreich sein.
Mathematik: Bewerber sollten ein Händchen für Mathematik und Kopfrechnen mitbringen. Insbesondere im Stress eines Casino-Betriebs sind diese Fähigkeiten notwendig, denn es dürfen keine Flüchtigkeitsfehler unterlaufen.

Schon vor der Bewerbung für eine Croupier-Ausbildung sollten Interessierte darüber nachdenken, ob sie die notwendigen Fähigkeiten mitbringen. Zumindest müssen Bewerber sich zutrauen, diese schnell zu erlernen. Der Casino-Betrieb kann oftmals sehr stressig sein und junge Mitarbeiter, die nicht darauf vorbereitet sind, schnell überfordern.


Croupier: Wie die Ausbildung verläuft

Wer als Croupier seine Casino-Karriere beginnen möchte, muss Theorie und Praxis in gleichen Maßen beherrschen und wird dahingehend auch ausgebildet. Bei einer Croupier-Schulung werden nicht nur die Regeln der einzelnen Spiele vermittelt, sondern auch über das Thema Spielsucht aufgeklärt. Eine Thematik, die in einem Glücksspielbetrieb stets relevant ist und in einem seriösen Casino deswegen behandelt werden muss. Darüber hinaus müssen Auszubildende ihre Fingerfertigkeit trainieren: Sie müssen Jetons auf eine bestimmte Art stapeln und dem Gewinner mit einem Rechen so zuschieben, dass der Stapel währenddessen nicht umfällt. Ebenso elegant muss der Croupier die Einsätze auch einsammeln, falls der Spieler verliert. Neben dieser Art von Ausbildung stellen Handelskammern auch Weiterbildungen zum Croupier zur Verfügung.


Welche Arten von Croupiers es gibt

Croupiers können beim Glücksspiel viele unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Anfänger beginnen als Black Jack-Croupier oder Roulette-Croupier. Beim französischen Roulette müssen folgende Differenzierungen getroffen werden:

• Der Wurfcroupier legt die Einsätze der Spieler korrekt auf dem Tisch ab, dreht den Roulette-Kessel und wirft die Kugel korrekt in den sich drehenden Kessel
• Der Kopfcroupier hat seinen Platz am Kopfende des Roulette-Tisches, sagt an, wenn keine Einsätze mehr möglich sind und passt auf, dass nach der Ansage keine Einsätze vom Tisch genommen werden
• Der Tischcroupier schlichtet Konfliktfälle am Tisch und behält das gesamte Geschehen inklusive Ein- und Auszahlungen im Auge

Beim amerikanischen Roulette sieht es wiederum etwas anders aus: Hier ist der Kesselcroupier für das Drehen des Kessels, den Wurf der Kugel, für Einsätze und Gewinne zuständig. Der Chefcroupier erteilt dagegen die Ansage, dass keine Einsätze mehr möglich sind und behält die Auszahlungen im Auge.


Wie Karriere machen?

Der Karriereweg nach dem Einstieg als Croupier ist nicht immer einfach und vor allem nicht schnell. Während die Ausbildung relativ kurz ist, kann es bis zu fünf Jahre dauern, bis der Croupier zum stellvertretenden Tischchef aufsteigen kann. Bis zu weitere fünf Jahre werden generell benötigt, bis der stellvertretende Tischchef zum richtigen Tischchef aufsteigt. Noch länger dauert es, bis man zum Saalchef, technischen Leiter oder Casino-Direktor befördert wird. Hier müssen Mitarbeiter etwa 25 bis 30 Jahre Berufserfahrung sammeln, damit sie bereit für die entsprechende Verantwortung sind.

Wie wird man Casino Manager?

Der Job des Casino-Managers ist etwas anspruchsvoller. Dieser beaufsichtigt nämlich das gesamte Casino. Das schließt sämtliche Glücksspiele, das Personal und die Casino-Sicherheit mit ein. Der Manager achtet auch darauf, dass der Casino-Ablauf und die Glücksspiele den staatlichen Regulierungen entsprechen. Vor allem die Westspiel-Gruppe sorgt mit einem 18-monatigen Trainee-Programm für gut ausgebildeten Nachwuchs. Allerdings stehen die Chancen für eine Stelle auf diesem Karriereweg schlechter als im Croupier-Bereich.


0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.