Pünktlichkeit in der Geschäftswelt


Pünktlichkeit gehört zu den wichtigsten Tugenden in der Geschäftswelt und in unserem Alltag. Dennoch stellt sich immer wieder die Frage, wie sich Pünktlichkeit überhaupt definiert und welche Grenzen es für die Pünktlichkeit gibt. Noch immer gilt Pünktlichkeit als höfliche Tugend und Unpünktlichkeit im schlimmsten Fall als Arroganz. Wer sowohl zu geschäftlichen als auch zu privaten Verabredungen und Terminen unpünktlich erscheint, riskiert im schlimmsten Falle mehr als seinen guten Ruf.

Wie wird die Pünktlichkeit definiert?

Grundsätzlich gilt es als pünktlich, wenn man zu einem verabredeten Termin zur verabredeten Uhrzeit erscheint. Dies gilt allerdings auch nur für Deutschland und Mitteleuropa.In anderen Ländern wird der Begriff der Pünktlichkeit ganz anders definiert. So gelten Verspätungen von bis zu einer Stunde in Lateinamerika als pünktlich. Wer dort mit Pünktlichkeit bei Terminen rechnet, ist nach unseren Maßstäben mehr als aufgeschmissen. Doch auch in unseren Kreisen gibt es gewisse Spielräume bei der Pünktlichkeit. So gibt es das sogenannte akademische Viertel, welches einen Zeitraum von bis zu 15 Minuten definiert, welcher noch nicht als Unpünktlichkeit empfunden wird. Doch diese Variante ist vor allem bei privaten Verabredungen ein Richtwert, an den man sich halten kann. Im geschäftlichen Umfeld, bei Meetings und Terminen, macht man sich mit dem akademischen Viertel keine Freunde.

Pünktlichkeit im Beruf

Wer miteinander Geschäfte machen möchte, sollte sich auf das Vertrauen des Geschäftspartners verlassen können. Unpünktlichkeit im Geschäftsbetrieb gilt nicht umsonst als unhöflich. Wer sich nicht die Mühe macht, zu einem wichtigen Termin pünktlich zu erscheinen, wird sich nicht die Mühe machen die Wünsche seines Gegenübers entsprechend hoch zu bewerten. Unpünktlichkeit kann im Business-Umfeld erhebliche Auswirkungen auf den Erfolg und die eigene Karriere haben. Hier gilt eine Verspätung von maximal fünf Minuten noch als gerade so tolerierbar.

Zu früh oder überpünktlich?

Pünktlichkeit gilt jedoch nicht nur in eine Richtung. Wer zu spät kommt, wird immer als unpünktlich empfunden. Doch wie schaut es mit einem vorzeitigen Erscheinen aus? Im Geschäftsleben ist es in der Regel kein Problem ein wenig zu früh vor Ort zu sein. Man muss selber die Wartezeit überbrücken, zeigt allerdings auch, dass man den Partner entsprechend schätzt und um jeden Preis pünktlich sein möchte. Im privaten Kreis jedoch kann ein "zu früh" auch als Unpünktlichkeit und gesellschaftlicher Fauxpas empfunden werden. Wer beispielsweise 15 Minuten zu früh zu einer Feier erscheint, kann im schlimmsten Fall die Gastgeber noch in Unterwäsche oder in den letzten Vorbereitungen der Feier antreffen.


Unpünktlich – und nun?

Wenn absehbar ist, dass man zu einem Termin oder einem Treffen zu spät kommt, sollte man dies seiner Verabredung mitteilen. Dies gilt sowohl für private als auch geschäftliche Kontakte. Ein Stau, eine verspätete Bahn oder auch andere Unwägbarkeiten können vorkommen. Es ist höflich und zuvorkommend den Wartenden auf die Verspätung hinzuweisen und sich direkt zu entschuldigen. Dies ist natürlich nur dann tolerierbar, wenn es sich um eine Ausnahme handelt. Personen, die immer zu spät kommen und sich immer wieder mit den verschiedenen Ausreden entschuldigen, werden dennoch als unpünktlich und somit unzuverlässig wahrgenommen. Nicht umsonst heißt es im allgemeinen Sprachgebrauch „Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige“. Wer häufig Probleme mit der eigenen Pünktlichkeit hat und sich dessen bewusst ist, sollte womöglich bei einem Juwelier in der Nähe einmal Armbanduhren anprobieren. Das regelmäßige Tragen der Lieblingsuhr hilft dabei, die Uhrzeit besser im Blick zu behalten und sich stets an ihre Wichtigkeit zu erinnern.
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