Schafft der FCA die Wende?

Die Hinrunde der Bundesliga Saison 2018/19 verlief für den FC Augsburg alles andere als nach Plan. Seit Ende Oktober wartet das Team von Trainer Manuel Baum nun schon auf einen Sieg in der Liga. Auch in die Winterpause verabschiedeten sich die Augsburger mit einer Niederlage. Es ist an der Zeit, dass der Trainer seine Mannschaft auf den Abschiedskampf einschwört und die Verantwortlichen um Geschäftsführer Stefan Reuter an bestimmten Stellschrauben drehen. Doch auch der Auftakt in die Rückrunde ging in die Hose. Trotzdem dürfen die Köpfe nicht hängen gelassen werden. Wir schauen, was sich in der Winterpause beim FCA getan hat und ob die Mannschaft den Umschwung schaffen kann.

Uneinigkeit auf der Torhüterposition

Beim FC Augsburg läuft es in dieser Saison nicht so richtig rund. Der Grund dafür ist ganz einfach zu erklären: Man fängt sich einerseits zu viele Tore ein und andererseits ist das Spiel nach vorne häufig nicht zwingend genug. Gegen die Titelfavoriten aus Dortmund und Bayern, welche derzeit mit Betway Quoten von 1,91 das Rennen anführen, lieferte man überzeugende Leistungen ab, gegen Abstiegskandidaten hagelte es Niederlagen. Es kommt keine richtige Konstanz in die Mannschaft. Besonders deutlich wird dies an der Position des Torhüters. Nach dem Abgang von Marwin Hitz zum BVB wurde Fabian Giefer vor Saisonbeginn zur Nummer 1 erklärt, doch dieser Status wurde ihm bereits nach vier Spielen schon wieder streitig gemacht. Nach kleinen Unsicherheiten von Seiten Giefers setzte Manuel Baum auf Andreas Luthe im Tor. Der eigentliche Ersatzmann hütete den Kasten bis zum Ende der Hinrunde. In der Winterpause verpflichtete der FCA dann Gregor Kobel auf Leihbasis von TSG Hoffenheim. Geschäftsführer Reuter beteuerte, dass die Verpflichtung keine Entscheidung gegen die Torhüter des FCA sei, sondern eher die Konkurrenzsituation befeuert werden solle. Man sei überzeugt, „dass dies für alle leistungsfördernd sein wird“, wird Reuter von transfermarkt.de zitiert. Trotzdem hieß der Schlussmann zum Rückrundenauftakt Gregor Kobel. Manuel Baum probiert in dieser Saison also schon den dritten Spieler auf dieser Position aus. Mann kann nur hoffen, dass Ruhe im Kasten von Augsburg einkehrt. Immerhin muss sich die Hintermannschaft jedes Mal neu auf den Keeper einstellen.


Rückrundenauftakt geht in die Hose

Beim Rückrundenauftakt gegen die Fortuna aus Düsseldorf stand dann Kobel erstmals zwischen den Pfosten. An den beiden Gegentoren konnte er nicht wirklich etwas ausrichten. Obwohl die Hausherren direkt das Kommando übernahmen, gingen sie zunächst in Rückstand. Nach einem tollen Freistoß von Schmid zum Ausgleich wechselte Gästetrainer Funkel allerdings den Siegtorschützen Raman ein, welcher das Spiel in letzter Minute entscheiden konnte. Dass der FCA noch nicht auf einem Abstiegsplatz steht, ist nur dem noch schlechteren Abschneiden der anderen Teams aus Nürnberg und Hannover zu verdanken. Auch beim Gastspiel in Gladbach war nicht viel zu holen, obwohl sich die Mannschaft kämpferisch zeigte. Neuzugang Kobel konnte sogar einen Elfmeter parieren. Dass es trotzdem nicht zu einem Punkterfolg reichte, lag nach Ansicht des Trainers Manuel Baum allerdings nicht an seiner Mannschaft.

Der „Baum brennt“ nach dem Gladbach-Spiel

Nach dem Spiel „brannte der Baum“ im wahrsten Sinne des Wortes. Der Trainer echauffierte sich lautstark über das vermeintliche Abseitstor der Gladbacher: „Meiner Meinung nach hat der Schiedsrichter eine katastrophale Fehlentscheidung getroffen. Es war klares Abseits beim ersten Tor, ich weiß nicht, warum er sich das nicht anschaut. Ich bin fassungslos, dass er solch ein Tor gibt“, wird der Trainer von Sport Sky zitiert. Die Nerven im Augsburg liegen nach dem Fehlstart in die Rückrunde blank. Anders lässt sich auch die deutliche Äußerung von Abwehrchef Hinteregger nicht erklären. Auf die Frage vom Bayrischen Rundfunk, ob Trainer Baum die Mannschaft noch erreiche, antwortete er offensichtlich genervt: „ Schwer. Die Abwärtsspirale geht jetzt schon ein Jahr, das ganze 2018 ist die Kurve eigentlich nach unten gegangen. Ich kann nichts Positives über ihn sagen und werde auch nichts Negatives sagen.“ Die Luft wird enger für den Trainer, doch noch bleibt es ruhig in der Führungsriege. Die Frage ist nur, wie lang noch?
Die Niederlage gegen Gladbach war die zehnte Nullnummer in dieser Saison. Zwar ist die Führung um Stefan Reuter nicht dafür bekannt, in Aktionismus zu verfallen und Schnellschüsse zu fabrizieren, allerdings wird die Luft für Manuel Baum langsam dünner. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Konkurrenten im Abstiegskampf nicht untätig bleiben. Am Tag nach der Niederlage bei Borussia Dortmund wurde bekannt, dass Tabellenschlusslicht Hannover 96 Trainer Breitenreiter entlassen hat und somit für neue Impulse in der Mannschaft sorgen will.

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