Soviel Robotertechnik steckt bereits im Alltag

Abbildung 1: Mühsam und bei Weitem nicht gerade rückenschonend ist das Staubsaugen mit einem herkömmlichen Gerät. Der Einsatz eines Roboters ist hierfür eine gute Alternative. (Foto: pixabay.com © stevepb (CC0 Public Domain))
 
Abbildung 2: Der Rasenmäher Roboter kennt seinen Weg und seine Aufgabe. (Foto: pixabay.com © niekverlaan (CC0 Public Domain))


Oftmals geht ein Aufschrei durch die Ränge der Verbraucher. Roboter!? In unserem Alltag!? Niemals. Doch dann schreitet eben dieser Verbraucher durch ein sauber gefegtes Wohnzimmer, durch die frisch gewischte Küche und begibt sich nach draußen auf die Terrasse – mit Blick auf den fein säuberlich gestutzten Rasen. Möglich, dass für dieses perfekte Ambiente der Gärtner, die Putzfrau oder Hausfrau und Hausmann selbst verantwortlich sind. Denkbar ist jedoch auch, dass für eben diese Aufgaben Roboter durch Haus und Garten flitzten. Welche das sind und welche Roboterzukunft uns ereilen könnte, das verrät dieser Artikel.

So ist’s um den typisch deutschen Haushalt bestellt

Viele Deutsche heuern um eine Haushaltshilfe an. Elf Prozent haben eine (angemeldete) Haushaltshilfe, die Dunkelziffer der unangemeldet beschäftigten dürfte deutlich höher liegen. In Westdeutschland agiert die Putzfee in 12 Prozent der Haushalte, im Osten ist es nur knapp die Hälfte. Spitzenreiter ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort wird in 15 Prozent der Haushalte von einer angestellten Menschenhand geputzt. Warum die Putzhilfe angeheuert wird, wird schnell deutlich: Entweder es mangelt an der Zeit zum Putzen oder die Hausarbeit ist etwas, das den Befragten grundsätzlich missfällt.
Vor allem das Wischen und das Staubsaugen gehört zu den ungeliebten Aufgaben, doch auch Bad und Fenster zu putzen, ist vergleichsweise unbeliebt, wie ein Blick in den Forsa-Putzatlas zeigt. Mit Blick auf die Putzhäufigkeit zeigt sich: 39 Prozent der Befragten putzen einmal in der Woche. Ein Drittel putzt mehrmals. Häufig sind das die Haushalte, in denen Tiere oder Kinder leben. Auch hier gibt es einen Vergleich auf Bundeslandebene: In Berlin wird am wenigsten geputzt. In Baden-Württemberg am meisten. Um drei große „Putzposten“ zeitlich deutlich zu minimieren, kommen immer häufiger Roboter zum Einsatz: Zum Staubsaugen. Zum Wischen. Zum Rasenmähen. Was sie können und was nicht, das verrät die folgende Detailansicht.
Staubsauger adé.

Der Staubsauger Roboter übernimmt jetzt

Wozu ein Staubsauger Roboter dient, das ist schnell erklärt: Er cruist „selbstständig“ durch Haus oder Wohnung und sammelt den Staub der Wohnung ein. Auch Tierhaare, Brotkrümel und andere Dinge, die sich auf dem Boden befinden, sammelt der Staubsauger Roboter ein.
- Aufbau und Technik. Der Staubsauger Roboter ist eine kreisrunde Scheibe mit etwa 30 Zentimeter Durchmesser und einer Höhe ab sieben Zentimetern. Durch Antriebs- und Steuerrad ist er mobil. Ein Navigationssystem ermöglicht es dem Gerät, den zu reinigenden Raum zu scannen und so aufzuteilen, dass überall gesaugt wird. Die Kamera verhindert Zusammenstöße, Absturzsensoren verhindern Abstürze. Mit sogenannten Leuchttürmen oder Virtual Walls lassen sich Zimmerbereiche absperren, die nicht gesaugt werden sollen.
- Bedienung und Handhabung. Staubsauger Roboter sind mittlerweile mit allerlei Funktionen ausgestattet, die den Nutzer erfreuen. Sie lassen sich programmieren, mit der Fernbedingung steuern, haben einen Spot-Reinigungsmodus und eine Akkulaufzeit von zwei bis sechs Stunden. Um hier das leistungsstärkste und individuell passendste Gerät zu finden, empfiehlt sich ein Blick in einen Produkttest.

Wischmopp adé. Der Wischsauger Roboter übernimmt jetzt

Der Wischsauger Roboter ist häufig kein Stand-alone-Gerät, sondern eine zusätzliche Funktion des Staubsauger Roboters. Ganz ohne menschliches Zutun ist das allerdings nicht möglich. Der Staubbehälter wird entfernt. Der Wassertank wird eingesetzt. Auch das Wischtuch, das der Bodenreinigung dient, muss befestigt werden. Dann aber kann es losgehen. Ein Gerät mit einem Kombi-Tank – zum Saugen und Wischen – überzeugt in der Praxis nicht auf ganzer Linie. Der Grund: Der Tank ist relativ klein. Eine klare Trennung wird von Verbrauchern eher empfohlen.

Rasenmäher adé. Der Rasenmäher Roboter übernimmt jetzt

Der Rasenmäher Roboter ist eine 2-in-1-Konstruktion. Einerseits schneidet das Gerät den Rasen so ab wie es der Besitzer vorgibt. Zum anderen wirft der Rasenmäher Roboter das abgeschnittene Gras auch direkt auf den noch vorhandenen Rasen. Dieser Vorgang spart nicht nur den Platz für einen Komposthaufen ein, sondern auch ein extra Mulch-Gerät. Das abgeschnittene Gras wird so direkt zum Dünger. Der Unterschied der Geräte liegt vor allem in ihrer Steuerung. Zwischen Zufallsprinzip und smarter Steuerung ist mittlerweile alles zu haben.der Stiftung Warentest stehen online zur Verfügung.

Ausblick: Wie viele Roboter erobern noch unser Leben?

Jede Menge, könnte man nach der Lektüre dieses Beitrags von Smart-Wohnen denken. Pepper ist eines der Modelle, die in die Kategorie der sogenannten Sozialroboter fallen. Ausgestattet mit Armen, Beinen und jede Menge technischem Know-how soll Pepper als Helfer im Alltag oder als Verkäufer eingesetzt werden. Kuri, ein anderer Sozialroboter, soll sogar als Babysitter fungieren können. Eine Direktübertragung der gesammelten Daten und Aufnahmen an die Eltern ist dabei inklusive. Der Hub Robot kümmert sich stattdessen lieber um die Technik im Haushalt. Er kann die Backofen-Temperatur prüfen oder den Kühlschrank. Auch das Verriegeln von Fenstern und Türen könnte in seinen Aufgabenbereich fallen.
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