Yoga – Erholung für Körper und Geist

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Von der belächelten Randerscheinung zur Massenbewegung: Die heilende Wirkung des Yogas sprach sich nur ganz allmählich herum, doch inzwischen haben sogar Profisportler die fernöstliche Meditations- und Leibesübung für sich entdeckt. Mittlerweile gilt es als unbestritten, dass Yoga einen gesunden Lebensstil unterstützt und sogar Krankheiten abwenden kann.


Der Trend weist in eine klare Richtung, die Anhängerschaft des Yogas wächst auch im deutschsprachigen Raum rasant. Immer mehr Krankenkassen erklären sich bereit, ihren Kunden einen Yoga-Kurs zu bezuschussen, in der Erwartung, damit Geld für Medikamente und weitere Behandlungen zu sparen. Der schmerzlindernde Effekt ist immerhin längst durch wissenschaftliche Studien belegt, er tritt allerdings nur dann ein, wenn die Übungen vorschriftsmäßig ablaufen. Yoga in Eigenregie zu erlernen, erscheint vor diesem Hintergrund eher weniger empfehlenswert – der Besuch eines seriös geführten Kurses mit erfahrenem Trainer verspricht hingegen mehr Erfolg.

Die Verdauung, das Herz-Kreislauf-System, der allgemeine Stoffwechsel und sogar die Hormonproduktion sollen vom Yoga profitieren. Das klingt nach einer Rundum-Wohltat, die bei regelmäßiger Anwendung nur wenige Minuten des Tages in Anspruch nimmt. Die beruhigende Wirkung auf den Blutdruck kommt besonders Frauen in der Altersklasse ab 40 Jahre zugute, da ihr sinkender Östrogenspiegel den natürlichen Herzschutz reduziert. Mit täglichen Atem- und Leibesübungen lässt sich dieser Effekt durchaus kompensieren.

Die Dehnungsübungen und verschiedenen Asanas (Körperhaltungen) stärken die Muskulatur und verbessern die körperliche Flexibilität. Verspannungen ziehen sich bei regelmäßiger Anwendung zurück, Fehlhaltungen werden korrigiert. Dies wirkt sich vor allem positiv auf chronische Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen aus, die sich bei vielen Patienten stark dämpfen oder gar komplett zurückdrängen lassen. Wichtig ist, vorher den Arzt zu befragen, ob es Einwände gegen diese Art der Therapie gibt!


Ganz abgesehen, dass es sich schmerzfrei ohnehin besser leben lässt, wirken sich die meditativen Übungen noch zusätzlich auf das seelische Wohlbefinden aus. Eine Untersuchung der Boston University weist sogar deutlich darauf hin, dass regelmäßiges Yoga Depressionen abfedert und zu mehr Lebensfreude verhilft. Menschen mit Ängsten und Panik-Attacken berichten, durch ihr neues Entspannungsprogramm zu einem entspannteren Alltag gefunden zu haben: Bei einfachen Gymnastikübungen ohne gezielte Atemtechniken wäre dies kaum vorstellbar.

Yoga puscht allerdings auch die sportliche Leistungsstärke, darum greifen immer mehr Profi-Athleten darauf zurück. Die erfolgreiche deutsche Fußballnationalmannschaft beschäftigt laut Presseberichten einen eigenen Yoga-Lehrer – und die Basketballikone Kareem Abdul-Jabbars behauptete sich dank einschlägiger Übungen sogar bis zum Alter von 42 Jahren auf dem Feld. Die Cricket-Legende Sachin Tendulkar erlernte die heilsamen Asanas von seinem Kollegen Kiran More, während der zwölfmalige Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic einen angenehmen, entspannenden Ausgleich im Yoga findet.

Die richtige Balance zwischen Körper und Geist zu erreichen, gehört zu den zentralen Elementen der mentalen Übungen: Darum erscheint es alles andere als erstaunlich, dass auch viele professionelle Pokerspieler auf Yoga schwören! Einer von ihnen ist Igor Kurganov, das Mitglied im Team PokerStars sticht nicht nur durch sein ausgefallenes Styling hervor, sondern auch aufgrund seines positiven Auftretens in der Kartenspielerszene. Er praktiziert Yoga bereits seit einigen Jahren gemeinsam mit seiner Freundin Liv Boeree, die ebenfalls ihren Lebensunterhalt mit dem Pokerspiel bestreitet. In Kombination mit seiner hohen Motivation erreicht er im Turnier einen optimalen Konzentrationsgrad, sogar dann, wenn die Sache einmal richtig eng wird.

Profisportler haben ihre persönlichen Betreuer und Trainer, und wenn diese keine Yoga-Kenntnisse besitzen, wird sich sicher eine hochbezahlte Koryphäe finden, die den Star unter seine Fittiche nimmt. Doch wo soll sich der Durchschnittsbürger hinwenden, wenn er einen erfahrenen und seriösen Yoga-Lehrer sucht, der wirklich weiß, wie’s geht? Die Website findedeinyoga.org gibt Antwort auf diese Frage, sie bietet nicht nur eine praktische Suchfunktion, sondern auch eine interaktive Karte. Der Homepagebesucher hat die Möglichkeit, nach bestimmten Yoga-Arten wie Acro Yoga, Centered Yoga oder Lachyoga zu forschen, sich besondere Angebote für Frauen, Männer oder Übergewichtige herauszufischen und sich über Workshops und Yogy-Retreats zu informieren. Gefiltert wird natürlich auch nach von der Krankenkasse geförderten Angeboten und verschiedenen Regionen. Auskunft außerhalb des digitalen Raumes erhalten Interessierte bei der eigenen Krankenkasse, beim Hausarzt oder der Volkshochschule. Einige Städte verfügen sogar über spezielle Yogazentren wie zum Beispiel Überlingen, Waldkirch und Freiburg.


Im Yoga steht das eigene Wohlbefinden stets im Mittelpunkt, niemand sollte dabei seinen Körper überfordern. Es gilt, in sich hineinzuhorchen, um festzustellen, was möglich ist – und was nicht. Keine Körperhaltung darf schmerzen: Ein guter Trainer wird dies stets betonen und seinen Schützling ganz allmählich in die hohe Kunst einführen. Sanfte Vorübungen bereiten stets auf Höheres vor, doch niemand sollte sich dabei unter Druck setzen lassen. Yoga bedeutet schließlich zuallererst Entspannung – sportliche Leistung steht dabei ganz hinten an. Welch beruhigender Gedanke!
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