30.000 Dateien: Bewährung für pädophilen Augsburger

Wegen Besitzes und der Verbreitung kinderpornographischen Materials musste sich ein Augsburger vor Gericht verantworten (Symbolbild). (Foto: skycinema,123rf.com)
Durchaus gefasst hörte der 24-jährige Angeklagte im Amtsgericht Augsburg der Anklageverlesung der Staatsanwaltschaft zu. Diese warf ihm den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornos vor. Fast 30.000 Bild- und Videodateien fand die Polizei auf seiner Festplatte.

Über einen Zeitraum von elf Monaten veröffentlichte er im Kurznachrichtendienst Twitter oder im sozialen Netzwerk Google+ immer wieder kinderpornographisches Material. Des Weiteren stellte er anderen Benutzern Teile seiner Sammlung auf einer Internet-Tauschbörse zur Verfügung.

Auf Wunsch der Verteidigung fand nach der Anklageverlesung ein rund 15-minütiges Rechtsgespräch mit der Staatsanwaltschaft statt. Im Zuge dessen verständigten sich beide Parteien darauf, dass der Angeklagte sich in allen Anklagepunkten für schuldig erklärt. Dem kam der 24-Jährige nach. Darum konnte auf die Zeugenaussagen eines Polizeibeamten, der bei der Hausdurchsuchung im September 2015 dabei war, sowie auf die des IT-Sachverständigen verzichtet werden. Die beschlagnahmte Festplatte beinhaltet insgesamt fast 30 000 Dateien kinderpornographischen Inhalts. Diese äußerst detailliert archivierte Sammlung umfasst unter anderem Videomaterial, das den Missbrauch an Kindern unter zwei Jahren zeigt.

„Dank den Ermittlungen der Polizei konnte ich davon wegkommen“, sagte der 24-Jährige. Der Richter erklärte das milde Urteil von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 2000 Euro mit dem Geständnis und der positiven Sozialprognose des Angeklagten, der in geregelten Familienverhältnissen lebt und sich seit Oktober 2017 in Therapie befindet.
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