"Enkeltrick": Polizei vermeldet erneut fünf Betrugsversuche am Telefon

Erneut wurden Senioren in Augsburg von Betrügern angerufen. (Foto: Symbolbild/Christoph Maschke)

Bereits in den letzten Wochen kamen vermehrt Meldungen auf, dass falsche Polizeibeamte bei Senioren in Augsburg und Umgebung angerufen hätten. Nun setzt sich die Betrugsserie augenscheinlich fort. Die Betrüger gehen jetzt aber noch einen Schritt weiter.

Laut Polizeibericht gab es alleine am Mittwoch fünf  betrügerische Anrufe bei Augsburger Senioren. Eine 89-jährige Frau erhielt am Mittwoch Nachmittag einen besonders dreisten Anruf von ihrer angeblichen Angehörigen. Diese teilte ihr mit, dass sie für einen Immobilienkauf 40.000 Euro benötigen würde. Die Geschädigte gab an, dass sie nicht über so viel Bargeld verfüge. Anschließend begab sie sich zu ihrer Bank und hob einen unteren fünfstelligen Eurobetrag ab. Einer unbekannten Botin übergab die Geschädigte wortlos und ohne Nachfragen ein Briefkuvert mit dem abgehobenen Bargeld. Erst am Abend rief die Geschädigte ihre Bekannte an, die natürlich nichts von dem Vorfall wusste. Daraufhin verständigte sie die Polizei.


Ein weiterer Vorfall ereignete sich am späten Mittwochvormittag. Die 85-jährige Geschädigte erhielt einen Anruf ihrer angeblich früheren Arbeitskollegin, welche angab 4.000 Euro zu benötigen. Die Geschädigte rief aber nach dem Telefonat ihrer ehemalige Kollegin an. Diese gab an, nicht die Anruferin gewesen zu sein, so wurde der Betrugsversuch vereitelt.


Am Mittwochnachmittag wurde ein 87-jähriger Geschädigter von einer Frau angerufen, die sich als Verwandte ausgab. Die Anruferin gab an, dass sie für einen Wohnungskauf 38.000 Euro benötigen würde. Der Geschädigte sagte der Anruferin, dass er kein Geld habe. Zu einer weiteren Kontaktaufnahme kam es dann nicht mehr.


Ein 83-Jähriger erhielt  am späten Vormittag einen Anruf von einer weiblichen Person, welche sich als die Enkelin ausgab. Für den Kauf einer Wohnung würde sie 10.000  bis 15.000 Euro benötigen. Der Geschädigte erkannte aber trotz Hörgerät, dass es sich bei der Stimme der Anruferin nicht um die der Enkelin handelte. Er fragte die Anruferin sogar noch zur Sicherheit nach den  Namen der Urenkel, was die Frau nicht beantwortete. Die Anruferin kündigte trotzdem ihren Besuch an, um Weiteres zu besprechen. Es meldete sich aber niemand mehr.


Der letzte der Anrufe ging am späten Mittwochnachmittag bei einer Geschädigten von einer Anruferin ein, welche sich als Frau ihres Enkels ausgab und für einen Immobilienkauf 40.000 Euro erbat. Nachdem die 82-jährige Geschädigte die Anruferin aufforderte persönlich vorbeizukommen, wurde das Telefonat seitens der Anruferin beendet.


Bei den zuletzt genannten vier Fällen kam zu keinem Vermögensschaden. (pm)
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