Hilfe im Schneechaos: THW aus Augsburg unterstützt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Rund 1000 THW-Kräfte sind derzeit in Bayern pausenlos im Einsatz, auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. (Foto: Wetzel Michael, THW Augsburg)

Wegen der massiven Schneefälle im Süden Bayerns wurde am Samstag auch der Augsburger Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) zur Unterstützung alarmiert. Derzeit sind rund 1000 THW-Kräfte pausenlos in Bayern im Einsatz.

Ein Zugtrupp und eine Bergungsgruppe mit insgesamt 13 Helfern machten sich am Sonntag auf den Weg nach Altenau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
Der Einsatzauftrag erreichte die Hilfskräfte  bereits am Samstag gegen 18 Uhr. Noch am selben Abend wurde der Einsatz vorbereitet, nachdem die Einsatzbereitschaft des Schneeeinsatzes in Stadtbergen wieder hergestellt worden war. Dort musste ein über 8000 Quadratmeter großes Dach von den Schneelasten befreit werden. Bereits um 5 Uhr waren die Helfer am Sonntag wieder im Ortsverband und machten sich wenig später mit zwei Fahrzeugen auf den Weg nach Altenau, wo sie gegen 8 Uhr an der Einsatzstelle eintrafen. Ebenfalls vor Ort waren auch zwei Einheiten des THW Ortsverbandes Schwabmünchen, mit denen die Augsburger Helfer gemeinsam die örtlichen Feuerwehren unterstützen und derzeit Dächer von den Schneelasten befreien. Nach Beendigung des Einsatzes in Altenau werden lageabhängig noch weitere Einsätze folgen.

Der Einsatz ist nach aktuellem Stand noch bis voraussichtlich Montagabend geplant. Die allgemeine Lage ist, dass die weiter anhaltenden Schneefälle, mit zum Teil unwetterartigen
Neuschneemengen, bereits zahlreiche Straßensperrungen durch Bäume und Schneebruch verursachen. Ebenfalls sind ganze Autobahnabschnitte davon betroffen. Der Bahnbetrieb wurde  zum Teil eingeschränkt und führte zu stellenweisen Sperrungen von Bahnstrecken, es besteht weiterhin erhebliche Gefahr durch Schneeverwehungen und Lawinenabgänge. Durch die Schneelast sind zahlreiche Gebäude und Versorgungseinrichtungen gefährdet, zahlreiche Schulen bleiben in verschiedenen Landkreisen, in denen zum Teil auch der Katastrophenfall ausgelöst wurde, noch geschlossen. Feuerwehren, Bundeswehr, Rettungsdienste, Polizei, THW und viele weitere Hilfsorganisationen sind derzeit pausenlos im Einsatz. (pm)
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