Illegales Steuersparmodell initiiert: Razzia wegen Steuerhinterziehung in Augsburg - Sieben Haftbefehle und 106 Verdächtige

Bereits seit Mai 2012 werden bei der Staatsanwaltschaft Augsburg Ermittlungen gegen mittlerweile 106 Beschuldigte wegen des Verdachts der Beteiligung an Steuerhinterziehungen geführt. (Symbolbild) (Foto: Heiko Kverling 123rf.com)

Die Staatsanwaltschaft Augsburg berichtet am Freitag über eine umfangreiche Durchsuchungsaktion in Steuerstrafverfahren gegen mehr als 100 Beschuldigte in Augsburg.

Bereits seit Mai 2012 werden bei der Staatsanwaltschaft Augsburg Ermittlungen gegen mittlerweile 106 Beschuldigte wegen des Verdachts der Beteiligung an Steuerhinterziehungen geführt.Vor Kurzem kam es dann zu einer großangelegten Razzia.

Es bestehe der Verdacht, dass zwei Beschuldigte ein illegales Steuersparmodell initiiert und maßgeblich zusammen mit drei weiteren Beschuldigten betrieben haben, erklärt die Staatsanwaltschaft. Die weiteren Beschuldigten stehen im Verdacht, dieses von den Initiatoren vertriebene Modell umgesetzt und im Zeitraum 2009 bis 2016 nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt  zu haben.

Mitte Januar seien in über 200 Objekten, sowohl in Wohn- als auch in Geschäftsräumen, "Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse des Amtsgerichts Augsburg und sechs Haftbefehle gegen die Initiatoren und maßgebliche Betreiber vollzogen" worden, heißt es. Eine Woche später vollzog die Bundespolizei am Münchener Flughafen einen siebten Haftbefehl, nachdem der Beschuldigte sich dem Verfahren stellen wollte.

Bei den im gesamten Bundesgebiet sowie in Österreich und der Schweiz durchgeführten Maßnahmen, bei denen umfangreiches Beweismaterial sichergestellt wurde, waren 30 Staatsanwälte, über 800 Beamte verschiedener Steuerfahndungsstellen und Kräfte der Polizei, im Einsatz."Im Hinblick auf das auch in Ermittlungsverfahren geltende Steuergeheimnis können zu den vorgeworfenen Sachverhalten keine weiteren Angaben gemacht werden", schließt die Staatsanwaltschaft ihren Bericht. (pm)
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